22 Verstöße festgestellt
04.02.2012 - LORSCH
(red). Selbst der harte Frost am vergangenen Donnerstag hinderte die Beamten des Verkehrsdienstes nicht, den Schwerlastverkehr auf der Autobahn 67 zu kontrollieren und so „für Sicherheit, sowie wirtschaftliche Gerechtigkeit auf der Straße zu sorgen“, wie die Polizei in einer Pressemitteilung erklärt. Die zwölf Spezialisten für den Verkehr überprüften an der Tank- und Rastanlage Lorsch zehn Fahrzeuggespanne. Neun von diesen waren zu beanstanden, und bei sechs musste sogar die Weiterfahrt vorübergehend untersagt werden.
Bevor die Beamten die Weiterfahrt gestatteten, mussten größere Mängel behoben, Ladung nachgesichert oder Fahrzeugabmessungen korrigiert werden. 22 unterschiedliche Verstöße stellte die Polizei im Verlauf der Kontrolle fest. In zwei Fällen wurde das erlaubte Gewicht überschritten, in einem Fall stimmten die Fahrzeuglänge und die zulässige Breite nicht mit den genehmigten Daten überein. In vier Fällen wurde die maximale Höhe von vier Metern überschritten. Gleich sechs Mal wurden die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. Dreimal wurden gegen Ladungsvorschriften verstoßen und ebenso oft technische Mängel festgestellt. Daher wurden vor Ort Reifen gewechselt und Bremsen nachgestellt. Ein Lastzug, der ein Fertighaus transportierte, musste wegen Überlänge seinen Anhänger stehen lassen, weil er für die Länge der Kombination keine Ausnahmegenehmigung vorlegen konnte. In drei Fällen wurden Verfallverfahren eingeleitet, um den wirtschaftlichen Vorteil abzuschöpfen, den sich die Unternehmer durch die Begehung von Ordnungswidrigkeiten verschafft hatten. Als nach der sechsstündigen Kontrolle in klirrender Kälte die Beamten wieder zurück auf ihre Dienststelle kamen, hatten sie ihren warmen Kaffee mehr als verdient, bevor es mit der Büroarbeit weiterging.
