"Botschafter der Bergstraße" und Landrat Matthias Wilkes lesen Trauben
red. BERGSTRASSE Ein seltener Anblick - Landrat Matthias Wilkes und die "Botschafter der Bergstraße", bewaffnet mit Rebschere und Plastikwanne. Wenn man sich in den umliegenden Weinbergen umsieht wird schnell klar, was da vor sich geht: Die Weinlese ist in vollem Gang.
Und auch im kreiseigenen Weinberg warten die Trauben darauf, gelesen zu werden. Schon Johann Wolfgang von Goethe erkannte: "Der Wein erfreut des Menschen Herz, und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden." Auch bei der Weinlese stand der Spaßfaktor im Vordergrund und alle Teilnehmer waren sichtlich von der Aktion begeistert. Zum ersten Mal konnte in diesem Jahr im kreiseigenen Weinberg die Traubenlese angegangen werden und Zeile um Zeile wurden abgeerntet. Dieses Spektakel konnte sogar live per Internet verfolgt werden, denn die Steinkopf-Webcam überträgt in Echtzeit in alle Welt, was auf dem Steinkopf geschieht. "Es ist mir eine besondere Freude, heute mit den Botschaftern der Bergstraße auf dem Weinberg die Trauben zu lesen. Der Bergsträßer Wein wird wohl dieses Jahr zu einem Spitzentropfen werden", bemerkte Landrat Matthias Wilkes mit einem Augenzwinkern. Nach getaner Arbeit wartete ein guter Bergsträßer Tropfen mit rustikalem Winzerimbiss auf alle Teilnehmer. Vor der eigentlichen Weinlese wurde ein weiterer Höhepunkt am Wein- und Stein-Erlebnispfad der Öffentlichkeit übergeben. Weithin sichtbar setzt nun eine neu geschaffene Skulptur ein besonderes Ereignis wirkungsvoll in Szene: den Sieg der Rebveredlung über die Reblaus und damit die Rettung des europäischen Weinbaus vor diesem Schädling. Die außergewöhnliche Skulptur "Aus die Laus" mit dem verspielten Titel für ein ernstes Thema stammt von dem bekannten Künstler Siegfried Speckhardt, der auch die Gestaltungsidee hatte. Aus Granit und Stahl komponiert, wird die unschädlich gemachte "Steinlaus" künftig direkt im Weinberg an den für das Überleben und Gedeihen des hiesigen Weinbaus so entscheidenden Fortschritt erinnern. Zum Gelingen dieses besonderen Projektes haben Rosemarie Cohausz, Josef Sartorius und Gerhard Röhrig als Sponsoren einen wesentlichen Beitrag geleistet.
