Lärmen ohne Ärger
29.05.2010 - HÜTTENFELD
WELTSPIELTAG Evangelische Tagesstätte in Hüttenfeld beteiligt sich mit Aktion
(re). Am 28. Mai eines jeden Jahres sind bundesweit Initiativen und Einrichtungen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Das diesjährige Motto des Weltspieltages: "Achtung: laute(r) Kinder!"
Kinder brauchen Platz und Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung. Über das Spiel entwickeln sie motorische Fähigkeiten und eignen sich soziale Kompetenzen an. In einer Gesellschaft mit immer weniger Kindern und starken Bedürfnissen der älteren Generation ist allerdings ein abnehmendes Verständnis für lautstarkes Spielen zu verzeichnen. Mit dem Weltspieltag will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im "Bündnis Recht auf Spiel" die Bedeutung des Spiels für Kinder ins Bewusstsein rufen und mehr Akzeptanz für spielende Kinder fördern (www.recht-auf-spiel.de). Alle Initiativen erhielten Informationsmaterial und Handreichungen für die Durchführung ihrer Aktionen.
Auch die Kinder der evangelischen Tagesstätte Hüttenfeld zogen am Freitag laut lärmend los, um am Bürgerhaus und auf der gesperrten Seefeldstraße zu spielen - ohne auf ihre Lautstärke achten zu müssen. Zunächst ging der bange Blick gen Himmel. Doch nach einigen wenigen Tropfen zeigte sich das Wetter von der freundlichen Seite, und die Sonne sah dem munteren Spiel der Kinder zu. Da wurde wie früher Gummi-Twist getanzt oder im Hickelhäuschen "gehickelt". Dieser kurpfälzische Ausdruck für "auf einem Bein hüpfen" hat in der hochdeutschen Sprache kein Pendant. Langeweile kam jedenfalls keine auf beim Seilspringen, Sackhüpfen, Pedalo-Fahren, Jonglieren oder beim Street-Hockey. Und zwischendurch konnten sich Jung und Alt bei kleinen Speisen und Getränken stärken. Die Erzieherinnen unter der Leitung von Christine Greiner hatten an alles gedacht. An der Heliumflasche wurden Ballons aufgeblasen und mit den Adresskärtchen der Kinder in den frühsommerlichen Himmel geschickt. Man darf gespannt sein, wie viele Finder sie entdecken und von wo letztendlich eine Antwort kommt.
