Timo Hildebrand sponsert Kunstrasen-Kleinspielfeld in Hofheim/Vorarbeiten kosten 30000 Euro
glh. HOFHEIM Die Aktion des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ,,1000 Mini-Spielfelder für Fußball-Deutschland" wird demnächst auch in Hofheim sichtbare Früchte tragen: Der Zuschlag unter 69 Bewerbungen in ganz Hessen zur DFB-Finanzierung eines Kunstrasenplatzes im Kleinformat ist unter Dach und Fach.
Allerdings müssen seitens der betreffenden Gemeinden oder der Vereine zunächst entsprechende Vorleistungen erbracht werden, die zum einen die Bereitstellung der Platzfläche und zum anderen die Untergrundbauarbeiten wie Drainage und Befestigungen beinhalten. Vielerorts haben sich Sponsoren bereit erklärt, diese Vorarbeiten zu finanzieren - für Hofheim hat sich diesbezüglich sogar ein prominenter ,,Big Spender" eingesetzt: kein Geringerer als Timo Hildebrand, derzeit Torwart beim FC Valencia in Spanien. Er hat durch die Unterstützung des örtlichen Fußballvereines FV Hofheim in seiner Kinder- und frühen Jugendzeit das Rüstzeug für seine beispielhafte Sportkarriere mit dem runden Leder erhalten. Das hat der erfolgreiche Fußballstar nicht vergessen und möchte mit seinem Engagement in dieser Sache seinem Heimatort Hofheim ,,etwas zurückgeben", als Dank für die Weichenstellung, die ihn zwischen den berühmt-berüchtigten Torpfosten bis in die deutsche Nationalmannschaft geführt hat. Die erforderlichen Vorarbeiten werden zirka 25000 bis 30000 Euro kosten, diese Summe spendiert Timo Hildebrand komplett. Vor Ort managt sein Bruder Volker Hildebrand das Projekt ,,Timo-Platz", er nahm Kontakt zur Stadtverwaltung und zum FVH auf, um die Voraussetzungen zur Realisierung der Klein-Kunstrasenfläche auszuloten. Bürgermeister Erich Maier sowie der Magistrat und der Fußballverein signalisierten sogleich begeisterte Zustimmung, diese Aktion durchzuziehen. Das Gelände dafür liegt neben dem bereits bestehenden Kunstrasenplatz im Sportpark Hofheim, und zwar im südlichen Bereich angrenzend an die Kleintierzucht-Anlage. Das dortige Terrain wird als Trainingsplatz vom FVH benutzt, das künftige Kleinspielfeld soll aber nicht explizit durch den Fußballverein belegt werden. ,,Timo möchte, dass alle Jugendlichen darauf spielen können - er selbst war früher immer draußen auf dem `Bolzer`, so nannten die Jungs damals ihren Kickerplatz", umriss Volker Hildebrand im Gespräch mit unserer Zeitung die Intention von Bruder Timo. Der Hofheimer Nibelungenschule soll am Vormittag der Vorrang zur Belegung des Platzes eingeräumt werden, am Nachmittag stünde die Fläche jedermann aus den Reihen des Nachwuchses zur Verfügung, und am Abend könne der FV Hofheim sein Training dort oder auf dem eigenen Kunstrasen absolvieren.
