Oktoberfest gut besucht/Tiere ziehen nun in ihr Winterquartier um/Ausbesserungsarbeiten an den Gehegen
ses. LAMPERTHEIM "Was lange währt, wird endlich gut", mussten sich die Verantwortlichen des AZ-Vogelparks gedacht haben, als sie am Sonntag die vielen Gäste sahen, die zum Saisonende ihr Oktoberfest besuchten.
Schon zu Beginn des Jahres hatten die Tierliebhaber viel Pech, was ihre Feste betraf. So mussten sie nicht nur ihr Eröffnungsfest auf einen anderen Termin verlegen, auch danach war es immer wieder das schlechte Wetter, das die Lampertheimer davon abbrachte, dem Tierpark einen Besuch abzustatten. "Umso erfreulicher ist es für uns, heute bei herrlichem Sonnenschein zusammenzukommen", kommentierte Jörg Schmidt, Jugendwart des Vogelparks, das gute Wetter. Er und seine Vereinsmitglieder hatten nicht damit gerechnet, "dass so viele Leute heute noch einmal zu uns kommen würden". Und so mussten die AZler kurzerhand noch "einiges nachbestellen, damit wir die Gäste auch ausreichend bewirten können". Während sich die Kinder im Park oder auf dem Spielplatz vergnügten, lauschten vor allem ihre Eltern und Großeltern dem Lampertheimer Harmonika-Club unter der Leitung von Wolfgang Weber, der im Pavillon des Parks für die musikalische Unterhaltung sorgte. Nicht nur die Gäste genossen bei Speis und Trank die letzten Sonnenstrahlen in diesem Jahr in vollen Zügen, auch die Tiere des Parks durften noch einmal Sonne tanken und sich von zahlreichen kleinen und großen Händen füttern, aber auch streicheln lassen, bevor es für sie in der nächsten Woche in ihr Wintergehege geht. "Vor allem unsere tropischen Vögel werden in ihre wärmeren und geschützten Unterkünfte gebracht", so Schmidt. Die kommenden Wintermonate werden von den Mitgliedern und Helfern dazu genutzt, den Park wieder für das nächste Jahr fit zu machen. "Das bedeutet in erster Linie, dass wir Ausbesserungsarbeiten an den Unterkünften der Tiere erledigen." Einige Bewohner des Vogelparks bekamen schon während der Saison ein schönes Zuhause. So durften sich die Pferde über ein neues Gehege freuen sowie die Schwäne, deren Unterkunft auch schon teilweise erneuert wurde. Für die Gänse hatten die Mitglieder eine neue Teichanlage angelegt. Neben Mitgliedsbeiträgen freuten sich die Verantwortlichen des Vogelparks auch in diesem Jahr über Spenden, um das Futter und die Materialkosten decken zu können. "Wir sind immer sehr dankbar dafür, decken doch unsere Beiträge gerade einmal ein Drittel der Futterkosten für unsere Tiere", so Herbert Schmidt, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Einen herben Verlust musste der Vogelpark in Bezug auf seinen Bestand an Nymphen- und Wellensittichen erleiden. Ein Marder hatte sich einen Weg zu ihnen gebahnt und gleich 50 Tieren den Tod gebracht. Und ein Fuchs schlich sich zu den Trauerschwänen. Er riss zwei der vier Tiere.
