18 Jugendliche mehrerer Schulen beteiligen sich am Bundescup...

Die Teilnehmer des Regionalturniers in Hüttenfeld präsentieren ihre Urkunden.Foto: Thorsten Gutschalk  Foto: Thorsten Gutschalk

Vokabeln pauken? Da können sich die meisten Schüler Unterhaltsameres vorstellen. Wenn das Erlernen fremder Wörter allerdings spielerisch verpackt wird, dann sieht das Ganze...

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HÜTTENFELD. Vokabeln pauken? Da können sich die meisten Schüler Unterhaltsameres vorstellen. Wenn das Erlernen fremder Wörter allerdings spielerisch verpackt wird, dann sieht das Ganze schon anders aus. So auch im Litauischen Gymnasium. Dort stand am Montag die Regionalrunde des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ auf dem Programm. 14 Schüler aus Hüttenfeld, Weilburg, Büdingen, Fulda, Hanau, Wächtersbach und Gelnhausen traten in Teams an, um sich für das große Finale zu qualifizieren, das im November im Europapark in Rust stattfindet.

Begeisterung für Neues wecken

„Das Programm soll dazu dienen, Jugendliche für neue Sprachen zu begeistern“, betonte Projektleiterin Maria Galland vom Deutsch-Russischen Forum im Gespräch mit unserer Zeitung. Durch seine spezielle Konzeption biete der Wettbewerb Jugendlichen die Möglichkeit, einen einfacheren Zugang zum Russischen zu finden, das gemeinhin als schwer zu erlernende Sprache gelte.

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Eine gute Möglichkeit auch für das Litauische Gymnasium, denn hier werden 200 Schüler unterrichtet, die aus verschiedenen Ländern kommen und unterschiedliche Muttersprachen haben. „Sprachen sind wie Fenster in die Welt. Auch die russische Sprache. Daher nimmt unsere Schule seit zehn Jahren an diesem Programm teil“, betonte Schulleiterin Janina Vaitkiene, ehe die Teams eingeteilt und mit je einem Schiedsrichter bedacht wurden.

Zur Spielidee: Alle Teilnehmer spielen in Zweierteams. Ein Mitglied der Mannschaft hat Russischkenntnisse, das andere nicht. Fragen sollen in unterschiedlichen Niveaustufen zu den Bereichen „Gesundheit und Körper“, „Bildung und Wissenschaft“, „Tiere und Pflanzen“ sowie „Kleidung und Mode“ beantwortet und mit richtigen Antworten Punkte gesammelt werden. In drei Spielphasen wird zunächst vom Russischen ins Deutsche übersetzt, dann vom Deutschen ins Russische. Es gewinnt, wer als Erster alle drei Spielphasen erfolgreich bestanden hat.

„Bei dem Spiel handelt es sich um ein Sprachlernspiel. Um einen Lerneffekt zu erzielen, wiederholen sich die Karten. Die Mitspieler sollten sich daher nicht nur die eigenen Antworten gut merken, sondern auch die Spielzüge der gegnerischen Mannschaft genau verfolgen“, erklärte die Projektleiterin Maria Galland.

Erfreut blickte sie auf die Gruppentische, an denen die Schüler mit Würfeln, bunten Karten und gutem Gedächtnis alles gaben, um sich möglichst viele Wörter möglichst schnell zu merken. Nach der ersten und zweiten Spielrunde wurde die Zahl der Teams halbiert; für die ausgeschiedenen Teilnehmer stand im Nebenraum ein Programm der Stiftung DRJA (Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch) bereit.

Die Sieger der Regionalen Runde in Hüttenfeld fahren vom 3. bis zum 5. November zum Finale in den Europapark. „Wer sich hier durchsetzen kann, gewinnt eine Russlandreise“, so die Projektleiterin.

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Von Vanessa Joneleit