Große Ehre für Winfried Labatzke

Christian Schönung, Winfried Labatzke, Albrecht Kauschat, Peter Großpietsch Georg Stolle und Klaus Jäger (von links) bei der Veranstaltung der Schlesier in Lorsch. Foto: Landsmannschaft  Foto: Landsmannschaft

(red). Unter der Schirmherrschaft des Lorscher Bürgermeisters Christian Schönung hat die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien ihre erste Veranstaltung im...

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LORSCH. (red). Unter der Schirmherrschaft des Lorscher Bürgermeisters Christian Schönung hat die Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft Schlesien ihre erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr begangen. Der Kreisvorsitzende Winfried Labatzke aus Wald-Michelbach dankte dem Schirmherrn dafür, dass sie am Alten Rathaus und in dessen Nibelungensaal Flagge zeigen durften, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Teilnehmer der Veranstaltung waren auch Lorschs Ehrenbürgermeister Klaus Jäger, der stellvertretende hessische BDV-Landesvorsitzende und Bensheimer Altbürgermeister Georg Stolle, der Landesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien in Hessen, Albrecht Kauschat und die beiden hochbetagten Ehrenmitglieder Alfred Gafert und Norbert Aßmann mit ihren Ehefrauen aus Heppenheim, die als letzte die Gründergeneration der Kreisgruppe Bergstraße repräsentieren. Als Festredner trat der Verleger und Vorstand der Stiftung Grafschaft Glatz, Peter Großpietsch aus Lüdenscheid, auf. Sein Thema lautete „70 Jahre Vertreibung – die Existenz und die Selbstbehauptung der deutschen Heimatvertriebenen am Beispiel der Schlesier aus der Grafschaft Glatz“. Über die Gründung einer Stiftung seien die Voraussetzungen geschaffen worden, um auch in der Zukunft erfolgsorientiert die Belange der vertriebenen Schlesier öffentlich zu präsentieren und durchzusetzen.

Großpietsch verlieh im Namen der Bundesführung der Landsmannschaft Schlesien gemeinsam mit dem hessischen Landesvorsitzenden Alfred Kauschat an Winfried Labatzke das Schlesierkreuz. Dieser äußerte sich erstaunt darüber, „dass einem solch kritischen Geist wie mir diese hohe Ehrung zuteil wird“.

Labatzke äußerte sich in Lorsch zum Jubiläum im laufenden Jahr, speziell zu Hedwig von Schlesien, Andechs und Meran. „Hedwig, als Frau des Herzogs Heinrich I. von Schlesien, vertiefte dort das Christentum, gründete Klöster und Spitäler. Als Landesmutter Schlesiens ist ihre große Güte und Wohltätigkeit überliefert. Am 26. März 1267, also in einer Woche vor 750 Jahren, wurde sie von Papst Clemens IV. heilig gesprochen.“

In einer Jubiläumsveranstaltung am 4. November will die Schlesische Landsmannschaft ihr zu Ehren das sozial-kulturelle Spannungsfeld dieser 750 Jahre bis in in die Gegenwart, in einem Literaturnachmittag darstellen.