Drohanrufer sorgt in Laudenbach für SEK-Einsatz

Ein 30 Jahre alter Mann sorgt in Laudenbach für einen SEK-Einsatz. Symbolfoto: Chalabala/Fotolia

Ein 30-jähriger Mann gibt in Laudenbach vor, über Sprengmittel zu verfügen, und wird in seinem Haus festgenommen.

Anzeige

LAUDENBACH. Ein 30-jähriger Mann hat am Dienstagmorgen in der beschaulichen 6300-Einwohner-Gemeinde Laudenbach (Rhein-Neckar-Kreis) für einen Einsatz des Sondereinsatzkommandos (SEK) gesorgt. Wie Polizeisprecher Markus Winter bestätigte, habe der Mann mehrfach bei der Polizei angerufen und damit gedroht, "etwas in die Luft sprengen zu wollen". Daneben gab der 30-Jährige an, über eine Selbstschussanlage an seinem zweigeschossigen Haus zu verfügen.

Daraufhin rückten mehrere SEK-Beamte und Delaborierungskräfte aus, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Offenbar bekam es der Anrufer aber mit der Angst zu tun und ließ sich noch im Haus festnehmen. "Verletzte gab es nicht und nach derzeitigem Kenntnisstand hat sich der Mann auch nicht zur Wehr gesetzt", bilanziert Sprecher Winter. Über den angedrohten Sprengstoff oder eine Selbstschussanlage verfügte der Drohanrufer übrigens nicht. Stattdessen fand die Polizei unter anderem eine Armbrust und ein Beil. Ob der Besitz der Fernwaffe unrechtmäßig ist, müssen die Ermittlungen noch ergeben.

Mann bereits in der Vergangenheit auffällig

"In jedem Fall ermitteln wir wegen einer Störung des öffentlichen Friedens durch die Androhung von Straftaten", erklärte Winter. Der 30-Jährige befand sich demnach im Verlauf des Dienstags weiterhin in Polizeigewahrsam. Bereits in der Vergangenheit sei der Mann durch merkwürdige Handlungen aufgefallen. So sei er erst vor wenigen Tagen auf einen mehrere Meter hohen Ampelmast geklettert und musste von der Feuerwehr von dort heruntergeholt werden.

Anzeige

Von André Heuwinkel