Backe, backe, Redaktionswechsel

Darüber freuen sich die Kollegen: Leckere, selbstgebackene Schokobrownies zum Abschied des Volos. Foto: Katharina Bruch

Seit ich mit meinem Volontariat begonnen habe, haben sich meine Backutensilien verdreifacht, mein Rührgerät steht nicht mehr verstaubt und traurig im Küchenschrank und ich...

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. Von Katharina Bruch

Der Grund für meine überproportional gestiegene Zeit vor dem Backofen liegt darin, dass man als Volontär alle drei Monate die Redaktion wechselt und folglich alle drei Monate irgendwo seinen Ausstand feiert.

In meiner Familie gilt seit jeher die gesellschaftliche Konvention, bei Abschieden eine süße Leckerei mitzubringen - selbst gemacht versteht sich! Folglich schwinge auch ich im Volontariat eifrig meinen Schneebesen, wenn mein letzter Tag in der Redaktion bevorsteht. Ob Muffins, Brownies oder Kuchen - ich backe meine Rezeptsammlung rauf und runter. Und da für jeden der Kollegen auch etwas dabei sein soll, das auch noch in allen erdenklichen Variationen: Schoko-Kirsch, Apfel-Zimt, Haselnuss, Schoko-Kokos - um nur einige Geschmacksbeispiele zu geben.

Von Geschmäckern und Gewohnheiten

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Also stehe ich gerne mal bis spät nachts in der Küche, um ein Blech Muffins nach dem anderen aus dem Backofen zu holen. Geschuldet ist das hauptsächlich dem Umstand, dass ich in meiner Studentenzeit nur ein 6er-Muffin-Blech besaß - für einen Single-Haushalt absolut ausreichend. Will man mit dem gleichen Blech jedoch für 20 Kollegen süße Törtchen zubereiten, steht man vor einem kleinen backlogistischen Problem. Am nächsten Tag suchte ich deshalb postwendend das nächste Kochgeschäft auf und besorgte mir ein 12er-Blech.

Neben den Backutensilien haben sich aber auch meine Rezeptkenntnisse deutlich gesteigert. Denn nicht nur den verschiedenen Geschmäckern meiner Kollegen versuche ich mit meiner Backerei Rechnung zu tragen, sondern auch den Ernährungsgewohnheiten. So probierte ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal vegane Muffins. Zu meiner Überraschung waren sie richtig lecker und durften deshalb auch Eingang in mein Rezeptbuch finden. So entdeckt man bei jedem Abschied etwas Neues!

Jetzt muss ich aber schnell in die Küche: Meine Eieruhr hat geklingelt, die Schokobrownies sind fertig!