Bares für Rares: Wer ist eigentlich Susanne Steiger?  

Seit der zweiten Staffel ist Susanne bei Bares für Rares dabei. Wenn es um Schmuck geht, ist sie oft mit dabei.

Als Händlerin ist die Juwelierin seit 2014 bei der TV-Show dabei. Sie hält den Rekord für den teuersten Kauf in der Sendung, stand aber auch schon mächtig in der Kritik.

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Mainz. Wer „Bares für Rares“ kennt, dem ist Susanne Steiger sicherlich ein Begriff. Seit 2014 ist sie festes Mitglied im Händlerteam und vor allem immer dann interessiert, wenn es Antiquitäten oder Schmuck zu erwerben gibt. Neben ihrer Vorliebe für Schmuck gibt es aber noch viel mehr über Susanne zu wissen.

Beispielsweise hat sie schon als Kind im Pfandhaus ihres Vaters ausgeholfen und das Handwerk direkt kennen gelernt. Später hat sie eine Ausbildung als Steuerfachwirtin absolviert. Gleichzeitig ist Susanne von Kindheit an von Schmuck fasziniert. „Die Schmuckschatulle meiner Mutter eröffnete mir eine Welt der Faszination: Funkelnde Kostbarkeiten, deren fesselnde Wirkung mich nie wieder losließ“, schreibt sie auf ihrer Website. So habe sie 2007 ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und in Kerpen (Nordrhein-Westfalen) ein Schmuckgeschäft eröffnet. 2012 folgte das zweite in Bornheim, wo Susanne aufgewachsen war. Seit 2016 entwirft sie zudem eine eigene Diamantenkollektion. Auch auf ihrem Instagram-Profil präsentiert Steiger als Model immer wieder ihren Schmuck.

Seit 2015 ist Susanne Steiger außerdem vom HRD Antwerpen – dem führenden Institut für Gutachten bei Diamanten – als Diamantengutachterin zertifiziert. Um diese Ausbildung machen zu können, hat Steiger zwischenzeitlich sogar gekellnert.

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Privat hat Susanne Steiger aber auch andere Interessen und ist vor allem tierlieb. Auf ihrem Instagram-Account sieht man immer wieder Stute Filippa 13 und die mittlerweile verstorbene Hündin Luna. Luna durfte zu Lebzeiten sogar den Schmuck als Model präsentieren. Mit Stute Filippa 13 geht Susanne Steiger einer weiteren Leidenschaft nach: sie ist nämlich auch Springreiterin in der schweren Klasse. In der „Rangliste Springreiter im Rheinland“ belegte sie 2017 in Rheinland-Pfalz sogar Platz 57.

Teuerster Kauf bei Bares für Rares

Größere Bekanntheit hat Steiger aber vor allem als Händlerin bei Bares für Rares erreicht. Dort hat sie beispielsweise 2019 den Rekord für den teuersten Kauf in der Trödelshow aufgestellt. 42.000 Euro hat sie für ein Brustkreuz etwa aus dem Jahr 1700 bezahlt. Das Kreuz hatte 40 Karat Diamanten und ein vom Papst besiegeltes Stück Holz vom Kreuz Jesu.  

Doch das Leben als Händlerin bei Bares für Rares hat auch Schattenseiten. Im September 2022 sah sich Susanne Steiger mit viel Kritik konfrontiert. Denn sie hat ein 170 Jahre altes Gemälde verunreinigt. Erstanden hatte sie dieses im Februar 2019 für 1300 Euro. In Gold hat Steiger die Worte „Go for it!“ ergänzt. Doch dann hat sich herausgestellt, dass das Gemälde deutlich mehr wert ist als gedacht. Außerdem steht es beim Schlesischen Museum Görlitz auf der Einkaufsliste. Das Museum kaufte Steiger das Gemälde schließlich ab. Der Ärger beim Museum über den ergänzten Schriftzug war jedoch groß. Wegen der nötigen Restauration wurde sogar eine Spendenaktion ins Leben gerufen.  

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Auf Instagram reagierte Steiger Anfang September schließlich auf die Vorwürfe. Sowohl vom Experten Colmar Schulte-Goltz als auch in der Händlerrunde sei vor allem die Qualität des Rahmens hervorgehoben worden, der mehr als die Hälfte des eigentlichen Wertes des Stücks ausgemacht habe. Wie Steiger schreibt, hat sie das Gemälde über ein Jahr lang nicht verkaufen können und deshalb schließlich in ihrer Wohnung aufgehängt. Erst danach wurde der Schriftzug aus Blattgold ergänzt. Das Museum sei allerdings erst im Oktober 2021 an sie herangetreten. „Ich habe das Bild nur schweren Herzens abgegeben und aufgrund wiederholter Anfragen der Museumsverantwortlichen mich von einem Kauf überzeugen lassen“, schreibt Steiger. Das Museum habe von Anfang an habe das Museum von dem neuen Schriftzug gewusst. 

Doch auch wenn es in diesem Fall Probleme gab, heißt das nicht, dass Susanne Steiger kein Händchen für Kunst hat – ganz im Gegenteil. 2016 entdeckte sie gemeinsam mit dem Kunstagenten Christian-Frederik Plötz in einer Privatwohnung in Bonn das Gemälde „Tulpe Sommerschön“ von Balthasar van der Ast. Das Bild aus dem Jahr 1625 galt nach einer Ausstellung in Münster in den achtziger Jahren als verschollen. Im Dezember 2016 erzielte es im Auktionshaus „Christie’s“ in London eine Summe von 785.000 Euro. In Susanne Steiger steckt also deutlich mehr als die Bares für Rares-Händlerin, die besonders gerne Schmuck mag.