Breidenbachs Woche: Flattert ein Hähnchen aufs U-Boot....

Recep Tayyip Erdogan (2.v.r.), Staatspräsident der Türkei, posiert zusammen mit den Premier League-Fußballspielern Ilkay Gündogan (l),  Mesut Özil (2.v.l.) und Cenk Tosun (r). Foto: dpa

Wir sind erst vor ein paar Minuten aus dem Koma aufgewacht! Nein, nicht wegen Trump. Dass ein Irrer einem Mops aus Nordkorea absagt, so what? Aber: Sascha Hehn, das Hähnchen,...

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. Fußball-Pokalfinale in Berlin. Wir hatten eigentlich nur eingeschaltet, weil wir dachten, Helene Fischer singt wieder in der Halbzeitpause. Und dann das! Es trafen zwei völlig unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Auf der einen Seite ein seit Jahrzehnten einer glorreichen Vergangenheit vergeblich nachjagendes Team des Mittelmaßes, meistens nur von unverschämtem Glück über Wasser gehalten, den Fans immer wieder Schmerzen verursachend. Und auf der anderen Seite Eintracht Frankfurt.

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Riesen-Aufregung, weil die Fußballhelden Özil und Gündogan mit Erdogan für dessen Wahlkampf posierten. Das ist ungefähr so, als würde Borussia Dortmund für Horst Seehofer im Bierzelt auftreten. Aber haben wir nicht alle eine dunkle Vergangenheit? 2010. Länderspiel Deutschland – Türkei in Berlin. Angela Merkel guckt sich mit Erdogan das Spiel an, geht dann in die Kabine und guckt sich Özil an, der ihr gegenüber steht. Er hat ein Handtuch in der Hand, und Gott sei Dank eine Hose an. So, wie manche Trainer in großer Not in der Abwehr die Viererkette auflösen, löste Merkel ihre Raute auf und gab Özil die Hand.

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Wir vermuten, dass Özil von dieser Begegnung eine posttraumatische Belastungsstörung davontrug. Und wir vermuten auch, Özil hat damals sofort Erdogan angerufen. Der nahm die Sache nicht so tragisch, sagt zu Özil: „Machd‘sch logger, Alder.“ Aber Özil ist aufgeregt: „Alder, krass konkret, halt mir die Tante vom Hals. Ich garantier‘ sonst für nix, ich schwör‘. Wenn du sie kleinkriegst, machen wir Selfie für dein Wahlkampf irgendwann.“

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Harter Übergang jetzt. Diiiiiie Hochzeit! Zunächst mal führte der Schwiegervater, Prinz Charles, nicht verwandt und nicht verschwägert mit Kevin Prinz Boateng von Eintracht Frankfurt, die Braut Meghan zum Altar. Das Brautkleid hatte eine enorme Schleppe. Das kam Charles entgegen. Er war ja schon in jungen Jahren ein routinierter Abschlepper. Hatte da immer Rückenwind, dank seiner Segelohren. Zum Brautkleid lesen wir in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Meghan sei „keine Frau für Puffärmel“. Wir finden, das ist ein gutes Omen. Viel Aufsehen erregte der „U-Boot-Ausschnitt“ des Kleids. Wir wissen allerdings nicht, ob unsere Verteidigungsministerin von der Leyen, „U-Boot-Ursula“, wie wir sie nennen, auch in so einem Kleid geheiratet hat, geben aber zu bedenken, dass es bei U-Booten immer tiefer und tiefer gehen kann, aber irgendwann ist dann mal Schluss. Weder dementiert noch bestätigt wurden Gerüchte, Sascha, „das Hähnchen“ Hehn habe sich als Kapitän für das U-Boot von dem Ausschnitt von Meghans Kleid beworben.

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Meghan hatte ihren eigenen Pfarrer dabei, Bischof Michael Curry, Name bürgt für Qualität, wir erinnern an die Currywurst. Wegen Michaels Temperament hätten „Pult und Kerzen gewackelt“, lesen wir. Kennt man auch aus Fastnacht (Mainz) und Karneval (Köln): Do wackelt de‘ Dom. Nicht zuletzt: der Kuss, auch Royal Schmatz genannt – nur 0,7 Sekunden! Kurzer Kuss//und dann Schluss. Zum Vergleich: Die niederländischen Royals Willem-Alexander und Maxima – 5,25 Sekunden! Klar, kleine Schmuse-Goudas üben alle im Wohnwagen am Kamener Kreuz, beim Rückwärtseinparken.