Breidenbachs Woche: Schröders Fünfte

Gerhard Schröder mit Lebensgefährtin. Foto: dpa

Der Alt-Kanzler hat eine Neue. Deren früherer “Alter” will jetzt Kohle von Gerhard Schröder, 77 000 Euro. Nun ja. Der Fußballclub Paris Saint-Germain hat für den...

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. Alte Bauernregel: Ärger im Mai//April vorbei. Lange nichts gehört von unserem alten Freund Gerhard Schröder, Gazprom-Gerd, wie wir ihn nennen. Wir Älteren erinnern uns: Kanzler, Erfinder von Hartz IV, die „Vier“ ist überhaupt eine magische Ziffer bei ihm, er war bislang viermal verheiratet. Die Vierte, Doris Schröder-Köpf, zog in den niedersächsischen Landtag ein, dafür zog die südkoreanische Übersetzerin Soyeon Kim bei Schröder ein. Dass sie schon 48 ist, stört den 74-jährigen Schröder nicht, da ist er tolerant. Nein, er will sie nicht adoptieren, sie wollen heiraten. Beethovens Fünfte war eine gute Sache, warum nicht auch Schröders Fünfte? Nein, Hartz IV wird deswegen aber nicht durch Aufstockung zu Hartz V.

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Dass Gazprom-Gerd seine Flamme immer am Lodern hält, gefällt aber nicht jedem. Kims Ex, laut dem Branchenblatt „Bild“ ein Schönheitschirurg, will dem Schröder offenbar ein bisschen den Hahn abdrehen, respektive den Geldhahn aufdrehen. Schröder soll 77 000 Euro zahlen. Mal eine ganz andere Art von Länderfinanzausgleich. Der Ex beklagt, er leide seelisch und sein Ruf sei beschädigt. Nun, auf den ersten Blick können wir das nicht nachvollziehen, für ihre 48 wirkt Kim recht faltenfrei. Südkorea ist offenbar ein bisschen eigen, wir lesen, Seitensprünge seien dort bis 2015 mit Haftstrafe geahndet worden. Der Begriff „Freigang“ erscheint da in neuem Licht. Wobei uns die Geschichte von dem Jungen einfällt, der seinen Vater fragt: „Wie lange bist du jetzt mit Mama verheiratet?“ „25 Jahre“, antwortet der. Darauf der Junge: „Und wie lange musst du noch?“

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Schwieriger Übergang jetzt zu den Royals, „Lizzie und die Feierbiester“, wie wir sie nennen. Am 23. April wurde das dritte Kind von William und Kate geboren, der kleine Prinz hat damit am selben Tag Geburtstag wie ganz berühmte Leute: William Shakespeare oder der deutsche Physik-Nobelpreisträger Max Planck, Begründer der Quantentheorie, der, wahrscheinlich von Shakespeare inspiriert, Pate stand für den James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“...kleiner Scherz. Das Königskind heißt Louis Arthur Charles, und Louis ist durchaus ein gutes Omen. Da gab es in den 1930er Jahren den amerikanischen Boxweltmeister im Schwergewicht, Joe Louis, genannt „Der braune Bomber“. Das hatte aber mit der Hautfarbe von Joe Louis zu tun und sollte jetzt keinesfalls Anlass sein darüber nachzugrübeln, ob die Royals immer genügend Pampers für den kleinen Prinzen vorrätig halten. Ein anderer berühmter Louis war der amerikanische Jazz-Trompeter Louis Armstrong. (1901 – 1971). Bitte nicht verwechseln mit Lance Armstrong, dem einzigen Menschen, der zwischen 1999 und 2005 sieben Mal die Tour de France mit einem Eigenblutanteil von weniger als 10 Prozent gewann, Rest: Epo, Clenbuterol, Vitamine, Spinat, Chrystal Meth. Louis Armstrong hatte von ganz alleine kräftige Lungen. Daran kann sich Louis Arthur Charles ein Beispiel nehmen und Mama und Papa nachts den Marsch blasen, damit denen nicht langweilig wird.

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A propos. Nie langweilig wird‘s mit unserer Verteidigungsministerin von der Leyen. Wir nennen sie zwar U-Boot-Ursula, aber sie hat außerdem so kleine Flugzeuge, die Eurofighter heißen. Die verbitten sich zwar jeden Vergleich mit einer jämmerlichen süddeutschen Fußballmannschaft, die, Gott weiß warum, immer Real Madrid gewinnen lässt. Andererseits: Von 128 Eurofightern sind laut „Spiegel“ genau vier uneingeschränkt gefechtsbereit. Aus einem Behälter für Sensoren trete Flüssigkeit aus. Mal Pampers probieren?((