Corona: Fieber-Ambulanzen im Vogelsberg gefordert

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Eine Ärztin einer Corona-Ambulanz (hier am Klinikum in Stuttgart) zieht sich Schutzkleidung an.  Foto: Gollnow/dpa

"Bislang ist niemand im Vogelsbergkreis an Corona erkrankt", erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak am Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung.

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. Vogelsbergkreis (der). "Bislang ist niemand im Vogelsbergkreis an Corona erkrankt", erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak am Mittwochnachmittag in einer Pressemitteilung. "An unser Gesundheitsamt wurden einige Anfragen gerichtet, bei denen sich ein Verdacht indes nicht erhärtete", sagt der Erste Kreisbeigeordnete.

Mischak, der am Mittwoch an einem Treffen hessischer Gesundheitsdezernenten im Sozialministerium in Wiesbaden teilnahm, erklärt nach der Zusammenkunft: "Ich fordere die Kassenärztliche Vereinigung dazu auf, ,Fieber-Ambulanzen' im Rahmen des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes aufzubauen, um die niedergelassenen Hausarztpraxen auf der einen Seite zu entlasten und auf der anderen Seite auch zu schützen. Die Gesundheitsämter haben nicht die Aufgabe der individuellen Testung, sondern der Eindämmung, Beratung und Überwachung im Rahmen des öffentlichen Gesundheitswesens." Nicht nur in Krankenhäusern, auch in Arztpraxen werden seit Ende vergangener Woche Corona-Tests durchgeführt. Bevor Patienten eine Praxis aufsuchen, sollten sie sich aber unbedingt anmelden, teilt das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises mit. Gleiches gilt für den Besuch in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Falls in einzelnen Arztpraxen eine zeitnahe Testung beziehungsweise medizinische Versorgung von COVID-19 Patienten nicht möglich ist, kann diese über die Terminservicestelle unter der Telefon-Nummer 116117 organisiert werden.

Das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises ist Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16.30 Uhr und Freitag zwischen 8 und 12 Uhr unter der Telefon-Nummer 06641/977-170 zu erreichen. Außerhalb der Dienstzeiten läuft eine Bandansage.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) hat eine Hotline eingerichtet, besorgte Patientenkönnen sich dort unter 0800/5554666 (täglich von 8 bis 20 Uhr) informieren.