Die Angst vor der nächsten Pandemie

aus Was wäre, wenn...

Thema folgen
Was wäre, wenn eine neue Pandemie auf uns zurollen würde? Foto: Photocreo Bednarek / adobe.stock / VRM/SF

Heute haben wir in unserer Zukunftsserie gefragt: "Was wäre, wenn die nächste Pandemie kommt?" Die Antworten unserer Leser darauf zeichnen ein düsteres Bild.

Anzeige

REGION. Wir haben uns in unserem Text "Was wäre, wenn die nächste Pandemie kommt? eben dieser Frage gewidmet. "Dass eine neue Pandemie kommen wird, davon können wir ausgehen", hat Seuchenforscher Fabian Leendertz im Interview mit der Wirtschaftswoche prognostiziert. Und auch Virologe Hendrik Streeck sagte dieser Zeitung: "Allen war klar, dass eine Pandemie kommen könnte." Sätze, die wir derzeit nicht gerne hören. Zu präsent ist die Corona-Pandemie in unser aller Leben derzeit. Mit Sorge blicken viele in den Herbst, in dem sich die Delta-Variante oder gar neue Mutationen auch in Deutschland weiter verbreiten könnten. "Wir stehen vielleicht vor Durchseuchung einer ganzen Generation mit der Delta Variante", so SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auf Twitter.

Doch so sehr uns Corona derzeit und in naher Zukunft noch beschäftigen wird, so sicher scheint laut Experten die Tatsache, dass es in Zukunft nicht nur durch den Klimawandel vermehrt zu Pandemien kommen könnte. Können wir dann unsere Erfahrungen aus Corona zu unserem Vorteil nutzen?

Anzeige

Nein, glauben unsere Leser. Nur etwa sieben Prozent sind der Meinung, dass die gewonnenen Erkenntnisse im Fall der Fälle dafür sorgen, dass Deutschland für eine künftige Pandemie besser gewappnet ist, eine Mehrheit von 86 Prozent hingegen sagt: Es gibt noch viel zu tun. Nach dem Lesen unseres Artikels zum Thema sank das Vertrauen sogar noch. Die übrigen sieben Prozent der Stimmen verteilten sich zwischen den beiden Antworten.

Wenig Optimismus

Fragt man nach den größten Sorgen in Zusammenhang mit möglichen neuerlichen Pandemien, so fällt die Sprache schnell auf die Kinder. "Ich hoffe, dass die Schulen offen bleiben", schreibt eine Userin auf Instagram. Eine weitere hat Angst, "dass unsere Kinder immer wieder auf der Strecke bleiben werden".

Auch in unseren Instagram-Umfragen verprühen die User wenig Optimismus. In dem sozialen Netzwerk sieht die große Mehrheit das Land nicht gut aufgestellt, wenn es um das Pandemiemanagement in der Zukunft geht. Im Hinblick auf ansteckendere oder gefährlichere Varianten sorgen sich einige auch davor, dass die Pandemien immer heftiger werden. Ein Gedanke, den auch Hendrik Streeck einbrachte. Denn auch wenn im Zuge der Corona-Pandemie bereits Millionen Todesfälle verzeichnet werden mussten — das Virus ist noch relativ "harmlos". Es gibt viel ansteckendere Viren und Erreger, die bei einer Infektion eine viel höhere Mortalitätsrate mit sich bringen.

Anzeige

Doch nicht nur das beunruhigt unsere Leser. Wenn es in Zukunft zu einer neuen Pandemie kommen würde, haben viele Angst um die Wirtschaft. Sowohl die Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes als auch um Insolvenzen anderer Unternehmen gaben viele User in unseren Umfragen an.

Aber immerhin: Manch einer sieht die Zukunft auch gelassener. "Klopapier habe ich für die nächsten fünf Jahre gebunkert. Bin vorbereitet", schreibt ein Facebook-User.

Morgen beschäftigen wir uns in unserer Zukunftsserie mit der Frage: Was wäre, wenn Kinder und Jugendliche mehr Macht hätten? Schon jetzt Lust auf den Artikel bekommen? Hier gibt es die Geschichte schon jetzt.