Dogsitting – das Geschäft mit dem Gassigehen

Hund; Tier;

Wir lieben unsere Hunde. Und wenn wir selbst keine Zeit haben, engagieren wir gerne mal Dogsitter. Die Tierbetreuung kann im schlimmsten Fall aber richtig teuer werden.

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REGION. Maria hat zwei Hunde. Die Frau, die eigentlich anders heißt, schränkt sich des Öfteren mal ein für ihre Tiere. Sie ist selbständig, nimmt ihre zwei Galgos mit ins Büro. Aber manchmal will man ja auch in den Urlaub fahren oder die Freizeit genießen.

Dann kriegen die zwei Vierbeiner Besuch von einer Studentin. Sie kennt die Hunde jetzt schon länger. Kommt immer mal wieder, bleibt über Nacht. Sie geht mit den Tieren raus, passt auf sie auf.

„Am Anfang hatte ich Bauchgrummeln“, sagt Maria. Mittlerweile kennen die Hunde die Studentin und die Studentin die Hunde, ihre Krankheiten und Macken. Maria gibt ihr dann 30 Euro auf die Hand. Und wenn etwas passiert? „Dann“, sagt Maria, „würde ich sagen, dass sie eine Freundin von mir ist, die auf die Hunde aufpasst.“

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So wie Maria machen es wohl tausende Hundebesitzer in Deutschland. Schätzungen zufolge leben mehr als 9 Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Und die Deutschen lieben ihre Tiere. 5,6 Milliarden Euro geben die Bundesbürger jährlich für ihre Hunde aus. Für die gewerbliche Tierbetreuung allein sind es 70 Millionen Euro – diverse „Freundschaftsdienste“ nicht eingerechnet.

25.000 Euro Geldbuße drohen

Das Internet ist voll mit Anfragen und Angeboten rund ums Thema Dogsitting: ebay, Facebook, dazu kommerzielle Portale wie Walkie oder Pawshake. Mit Gassigehen ein bisschen Geld verdienen, das kann doch jeder. Oder?

Die Wahrheit ist: Wer regelmäßig für Tierbetreuung Geld bekommt, fällt unter Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes, muss ein Gewerbe anmelden und somit auch einen Sachkundenachweis ablegen. Wer all das nicht hat, dem droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro.

Wir haben Dogsitter bei der Arbeit begleitet, nachgefragt, wie Portale ihre Betreuer kontrollieren und mit Tierrechtsexperten gesprochen. Die multimediale Reportage finden Sie unter stories.vrm.de.

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