Einbruch bei Fahrgastzahlen im Main-Taunus-Kreis

aus Coronavirus-Pandemie

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Bis zu 2,3 Millionen Euro Erlöseinbußen könnte Corona zur Folge haben. Archivfoto: MTV

Die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) rechnet wegen Corona mit hohen finanziellen Einbußen. Zwar kommen Fahrgäste zurück, aber bei weitem nicht so viele wie vor der Pandemie.

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. Main-Taunus (red). Auf einen Betrag zwischen 800 000 und 2,3 Millionen Euro schätzt die Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft (MTV) die Erlöseinbußen infolge der Corona-Pandemie. Das komplette Ausmaß im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und bei der MTV werde allerdings erst nach der Einnahmenaufteilung sichtbar, die der RMV im November 2021 verabschiedet, schreibt die MTV in einer Pressemitteilung.

Während der Corona-Einschränkungen im Frühjahr waren die Fahrgastzahlen nach Angaben der MTV um 70 bis 90 Prozent eingebrochen. Mittlerweile seien viele Fahrgäste zurückgekommen, die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs habe aber bei Weitem noch nicht wieder das normale Volumen von vor der Pandemie.

Währenddessen werden bei der MTV laut Mitteilung Änderungen für den Stadtverkehr in Bad Soden, Eschborn und Hochheim verkehrsplanerisch vorbereitet. Die Anbindung des Ärztezentrums in Bad Soden soll zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember mit einer veränderten Routenführung der Linie 803 erfolgen. Für Eschborn werden die Möglichkeiten einer Stadtbuslinie geprüft und in Hochheim ist ein neues Stadtbuskonzept in Abstimmung.

Beim RMV werden aktuell die Stellungnahmen zum Entwurf des Regionalen Verkehrsplan intern aufbereitet. Die größte Herausforderung der nächsten Jahre sei das stete Wachstum des öffentlichen Nahverkehrs. Der bereits jetzt bestehende Kapazitätsengpass im regionalen Schienenverkehr werde sich zunächst noch weiter verstärken, bevor die geplanten großen Infrastrukturvorhaben realisiert sein werden.

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Erster Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP) erwartet von den großen Infrastrukturvorhaben eine positive Entwicklung für den öffentlichen Nahverkehr. Er erwarte, dass die Wallauer Spange und die Regionaltangente West einen sehr großen positiven Effekt für den Kreis haben werden. Ab dem Jahr 2025 werden sie zusammen mit einer Vielzahl anderer Bauvorhaben gebaut und sukzessive fertiggestellt, heißt es in dem Schreiben. MTV-Geschäftsführer Roland Schmidt lobte das Ziel des RMV, einen 15-Minuten-Takt auf allen S-Bahnen bis zu den Endhaltestellen einzurichten.