Faszinierend

Franz Beckenbauer wird für Sponsorenhonorare zur WM 2006 derzeit heftig kritisiert. Foto: dpa

Nicht nur für Mister Spock, auch für Mister Beckenbauer bietet die Tiefe des Raums immer wieder Überraschungen. Und Österreich, sagen böse Zungen, sei eine Überraschung an sich.

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. Unser aller Kanzlerin hat sich schon wieder mit Seehofer getroffen, Magic Horst, wie wir ihn nennen. Was läuft da zwischen den beiden?? Hinterher lasen wir in der wunderbaren FAZ, in der Koalitionsrunde hätten „alle den Willen gezeigt, sich ernsthaft um Lösungen zu bemühen“. Komm! Echt jetzt? Kanzleramtschef Altmaier, Peter, the Body-Mass-Index, wie wir ihn nennen, habe „sich zuversichtlich gezeigt“, dass es bald was Anständiges zu essen.... kleiner Scherz.

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Seehofer, kein Witz, will ARD und ZDF zusammenlegen. Nicht zusammenfalten, zusammenlegen. Andere fordern die Zusammenlegung von CDU und CSU, in einer kleinen Einzelzelle. ARDZDF würde bedeuten, dass Jan Böhmermann das Wort zum Sonntag spricht und auch das Freitagsgebet, letzteres als Imam ehrenhalber.

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Nochmal FAZ. Der österreichische Bundeskanzler... wie meinen? Ja, die haben so was. Ja, ein Mann. Also jener Kanzler Christian Kern fordert, die in Europa geplanten Investitionen von 315 Milliarden Euro erheblich aufzustocken. Böse Zungen behaupten, 316 Milliarden seien allein nötig, damit sich Österreich anständigen Klebstoff leisten könne, für Briefwahlunterlagen zur Bundespräsidentenwahl, die jetzt auf Dezember verschoben werden musste, weil der Klebstoff nicht klebte, sodass die Briefwahlumschläge aus dem Leim gingen. Der Begriff „Ich kleb‘ Dir gleich eine“ erscheint da in ganz neuem Licht. Bei den Habsburgern hieß es noch: Kriege mögen andere führen, Du, glückliches Österreich, heirate. Lateinisch: Tu felix Austria nube. Müsste man jetzt umformulieren. Tu felix Austria: Uhu!

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Unmöglicher Übergang jetzt. Franz Beckenbauer, Firlefranz, wie wir ihn nennen. Bekam angeblich 5,5 Millionen fürs Sommermärchen. 5, logisch, war meistens seine Rückennummer. 5, Viererabwehrkette plus Libero. Leute, was glaubt ihr denn, mit wem ihr‘s zu tun habt? Ein Mann, der Sätze sagt wie: „Das sind alles gute Fußballer, nur, sie können nicht Fußballspielen“, ein Mann, dessen Seele sich am klarsten spiegelt in der Parodie des Comedians Olli Dittrich: „Ja gutt, ääh, der Loddarmaddäus hat an rechten Fuß und er hat, äähh, an linken Fuß, der Loddarmaddäus is, äähh, praktisch beidfüßig“, meint ihr denn, einen solchen Mann gibt‘s für lau? Und der Blatter hätt‘ euch für fünf Mios nicht mal die Uhrzeit gesagt!

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Kommen wir zu den existenziell wichtigen Dingen des Lebens. Frauen als Astronautinnen, das, so teilt uns die Deutsche Presse-Agentur mit, ist das Ziel eines derzeit laufenden Auswahlverfahrens, genauer gesagt: eine deutsche Frau 2020 zur Raumstation ISS. 400 Bewerberinnen haben bislang ihr Handtäschchen gepackt. Wie meinen? Nein, die Astronautin soll wissenschaftlich arbeiten, nicht Schnittchen machen im All. Heißt: Den berühmten Satz aus Star Wars „Möge die Macht mit Dir sein“ umzuformulieren in „Möge die Mikrowelle mit ihr sein“ wäre eine echte Macho-Frechheit.

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Aber Hollywood hat uns ja schon ganz andere Sachen gelehrt. Aus Darth Vader und „Ich bin Dein Vater“ könnte Darth Mudder und „Ich bin Deine Mama“ werden. Wäre Mutti als Physikerin nichts fürs All? Zumal Horst sie ohnehin am liebsten auf den Mond schießen würde?

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Sagen wir mal so: Wenn eine deutsche Astronautin nicht nur klug, sondern auch besonders attraktiv wäre, würde das auf der Enterprise bedeuten, dass Mister Spocks Lieblingsattribut „faszinierend“ endlich in neuem Licht erschiene!

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Unser absoluter persönlicher Geheimtipp stammt allerdings aus der deutschen Kultserie „Raumpatrouille“, das ist die mit dem Raumkreuzer Orion. Kinder, schaut Euch das auf Youtube an, staunt und lernt. Da gibt es die Generalin Lydia van Dyke. Bei jeder anderen würden wir jetzt sagen: kleine Gouda im Weltall, aber in diesem Fall trauen wir uns das nicht. Das ist die Sorte Frau, bei der du als Mann den Vulkan nur an ihrem Blick erkennst, es dann aber schon zu spät ist und du Gefahr läufst, in den unendlichen Weiten zu verglühen. Faszinierend.