Frauen endlich sichtbar machen!

Maria Scharapowa. Foto: dpa

Wir müssen wahrscheinlich viel intensiver über Ampeln nachdenken. Dabei sollte man echt auch mal über den Tellerrand hinausgucken, man darf nicht immer an solchen...

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. Wir lesen in der wunderbaren „Frankfurter Rundschau“: „An hochentwickelte Kulturen auf dem roten Planeten glaubt heute wohl niemand mehr.“ Mmhh. Das sagt der Seehofer auch immer. Aber die Rede ist hier nicht vom SPD-regierten Rheinland-Pfalz, sondern vom Mars. Genauer: „Exo-Mars“. * Wie meinen? Nein, das ist kein solidarischer Zusammenschluss aller Schokoriegel, die kürzlich wegen möglicher Verunreinigung aus den Regalen geflogen sind. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der auch in Darmstadt beheimateten europäischen Weltraumorganisation Esa und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Plan: Flug zum Planeten Mars. Unbemannt, wie es sich zum Weltfrauentag 8. März gehört... Kleiner Scherz. Nein, der Flug dauert einfach zu lange, wahrscheinlich bis 2018. Das hält kein Mann aus, ohne Sportschau. Mit dabei ist ein kleines Landegerät mit dem Namen „Schiaparelli“. Wie meinen? Eine Mischung aus Pirelli-Kalender und der sehr gut aussehenden, jetzt mit Doping erwischten russischen Tennisspielerin Scharapowa? Banausen! Giovanni Schiaparelli war ein italienischer Astronom, der 1877 auf dem Mars Linienstrukturen entdeckte. Nein, keine Linien eines Tennisplatzes!! * Im Ernst. Der Leiter des Esa-Flugbetriebs, Paolo Ferri, sagt: „Langfristig muss es das Ziel der Menschheit sein, andere Planeten zu kolonialisieren.“ Die Menschen könnten nicht unendlich auf der Erde bleiben, „die Bedingungen werden sich irgendwann ändern.“ Hört, hört. Wir stellen uns Folgendes vor: Menschen landen irgendwann auf dem Mars. Dort kommen kleine grüne Männchen und halten folgende Ansprache: „Eins vorweg: Wir haben hier tagesaktuelle Kontingente, weil wir das nicht mehr schaffen wegen der vielen Amis, die vor Trump fliehen, diesem Irren aus der Immobranche. Hat die Merkel euch geschickt? Egal, lasst euch registrieren. Ihr bekommt hier erst mal subsidiären Schutz nach der Marser Flüchtlingskonvention für Lebewesen aus unterentwickelten Gebieten. Über die Residenzpflicht müssen wir noch reden. Lasst euch nicht einfallen, Richtung Mond abzuhauen, sonst erklären die uns wieder, wir seien ein sicherer Drittplanet, würden trotzdem alle durchwinken. Die sind da drüben manchmal hinter dem Mond, finster. Denken statt an Mars an MM – Mondmauer. Und manchmal sehen sie kleine grüne Männchen, wo gar keine sind. Wegen Trump macht euch keine Sorgen. Irgendwann tanzt auch der hier an, und dann kriegen wir ihn auf die Reihe. Das haben wir bei Mister Spock auch geschafft. Der war zuerst auch total vollpfostenmäßig drauf, aber dann haben wir ihm die Ohren langgezogen.“ * Wir hatten schon die russische Tennisspielerin Scharapowa erwähnt. Sie nimmt seit längerem Meldonium, zur Verbesserung der Durchblutung. Die Tattergreise aus dem Kreml wären früher froh gewesen, sie hätten sowas gehabt. Plötzlich steht das Zeug auf der Dopingliste und Scharapowa im Dunkeln. Mensch, das arme Kind! In Sibirien geboren, da brauchst du doch ein bisschen was für den Kreislauf. Außerdem, so entnehmen wir der „Bild“-Zeitung, fällt sie durch lautes Stöhnen bei langen Ballwechseln auf. Da hilft ein Durchblutungsmittel doch bestimmt. Wir lesen: „Auf die Öffnung der B-Probe wird die Russin verzichten.“ Sepp Blatter hat jahrzehntelang was genommen, böse Zungen sagen: in braunen Umschlägen – ohne jede B-Probe. Manche sagen, die B-Probe sei gerade deshalb nach ihm benannt, B wie Blatter. Auch von Beckenbauer heißt es, er habe nie eine B-Probe von Leuten verlangt, die was genommen haben wegen der WM 2006. Bei Beckenbauer hat es sowieso immer nur die „Ja-gutt-äähh“-Probe gegeben. * Pünktlich zum Weltfrauentag hat die Gleichstellungsdezernentin von Valencia, Isabel Lozano, erklärt: „Wir wollen die Frauen sichtbar machen.“ Das sagen wir Männer doch schon immer! Anlass: In Valencia wurden 20 neue Fußgängerampeln installiert, die Ampelfiguren tragen Rock, sollen mithin Frauen darstellen. Sehr originell. Wir lesen: Im niederländischen Amersfoort blinke seit langem... Wie meinen? Nein!! Nicht Frau Antje mit einem Joint! Also, das Ampelmädchen heißt dort Sofie und soll sich von ihren männlichen Kollegen „durch einen hochwippenden Pferdeschwanz unterscheiden“. Nun ja.