Google Trends: Danach haben Rheinland-Pfälzer 2020 gesucht

Corona dominierte das Jahr 2020 in Rheinland-Pfalz. Fotos: dpa

Corona, Corona und nochmal Corona: So sah das Jahr 2020 in Rheinland-Pfalz aus – wenn man sich die Top-Suchbegriffe ansieht.

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MAINZ. Wer im Internet sucht, der nutzt dafür (fast immer) Google. Mit 95 Prozent Marktanteil ist der Konzern mit dem bunten Logo absolut dominant im Bereich der Internet-Suchmaschinen. Und deshalb ist das, was die Menschen dort suchen, auch durchaus ein aussagekräftiger Jahresrückblick. Fast schon ein Spiegel der Gesellschaft. Und was da so genau gefragt beziehungsweise gegooglet wird, macht das US-amerikanische Unternehmen seit Jahren auf einer Website namens „Google Trends“ öffentlich: für Deutschland und den Rest der Welt.

Doch wie sieht es regional aus? Wir haben nachgefragt – und von Google die Top-10-Suchbegriffe für Rheinland-Pfalz bekommen. Über die Methodik ist allerdings wichtig zu wissen: Die Listen der Top-Aufsteiger sind laut Google die sogenannten „trending searches“, also die am stärksten aufsteigenden Suchbegriffe des Jahres 2020. Dies sind Begriffe, bei denen die betreffenden Suchanfragen 2020 für eine anhaltende Phase einen besonders starken Anstieg im Suchinteresse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet haben. Und das Suchinteresse in Rheinland-Pfalz war in diesem Jahr - wenig überraschend - von einem Thema dominiert: Corona. Einige Suchanfragen unter den Top10-Suchen in Rheinland-Pfalz doppelten sich, weshalb wir im Jahresrückblick die acht am meisten gesuchten Begriffe aus Ihrem Bundesland zusammengestellt haben.

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Platz 8: Beherbungsverbot Rheinland-Pfalz

Mitte Oktober wurde für Rheinland-Pfalz ein Beherbungsverbot angekündigt. Bedeutete: Hotels, Pensionen und Herbergen in Rheinland-Pfalz dürfen grundsätzlich keine Touristen aus Corona-Risikogebieten innerhalb Deutschlands mehr aufnehmen. Ausnahmen gelten für Reisende mit negativem Corona-Test, der allerdings nicht länger als 48 Stunden zurückliegen darf. Geschäftsreisende und Menschen, die aus wichtigen privaten Gründen reisen, sind ebenfalls ausgenommen. Eigentlich. Denn das Gesetz wurde direkt wieder gekippt und trat nicht in Kraft. Dennoch leidet die Tourismusbranche ganz besonders schlimm unter der Corona-Krise.

Platz 7: Corona-Regeln Rheinland-Pfalz

Je länger die Pandemie andauert, desto mehr Regeln gibt es. Nachdem im Frühjahr bundesweit größtenteils einheitliche Vorgaben galten, änderte sich das im Laufe des Jahres. Von Bundesland zu Bundesland oder gar von Landkreis zu Landkreis gab es andere Vorschriften. Da fiel es schwer, den Durchblick zu behalten. Entsprechend wurde in Rheinland-Pfalz viel nach "Corona-Regeln" gegoogelt. Kurz vor Weihnachten nahmen die Suchanfragen zu diesem Thema noch einmal spürbar zu. Denn ganz Deutschland befindet sich aktuell wieder in einem Lockdown, in dem strenge Kontaktregeln und teilweise Ausgangssperren gelten - jedoch mit leichten Ausnahmen an den Feiertagen. Entsprechend informierten sich die Rheinland-Pfälzer vorab im Internet, was denn nun unterm Weihnachtbaum erlaubt ist und was nicht.

Platz 6: Kontaktverbot Rheinland-Pfalz

Im Frühjahr waren sie strikter, über den Sommer wurden sie gelockert, im Herbst dann wieder massiv verschärft: Die Rede ist von Kontaktverboten in der Corona-Pandemie. Wie viele Haushalte dürfen sich wann, wo und mit vielen Leuten insgesamt treffen? Auch hier war die Lage teils sehr unübersichtlich, weil teils uneinheitlich geregelt. Entsprechend wurde viel und oft nach den Regeln für private Kontakte bei Google gesucht.

Platz 5: Schulen Rheinland-Pfalz

Die Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland und somit auch in Rheinland-Pfalz mussten das vergangene Schuljahr unter erschwerten Corona-Umständen zu Ende bringen. Im ersten bundesweiten Lockdown waren die Schulen komplett geschlossen. Home Schooling war angesagt. Eine Herausforderung für Kinder und Eltern. Als es dann wieder in die Schule ging, war die Angst vor einem Corona-Ausbruch an der eigenen Schule oder gar in der eigenen Klasse ein permanenter Begleiter. Immer wieder mussten ganze Jahrgänge unter Quarantäne gestellt werden. Und auch im Herbst und Winter ging das Hin und Her weiter. Erst hieß es seitens der Politik, dass Schulen, Kindergärten und Kitas in jedem Fall geöffnet blieben. Dann schlossen sie Mitte Dezember beginnend mit dem zweiten harten Lockdown größtenteils doch erneut. Ein Modell, das teils schon eingesetzt wird und nach den Weihnachtsferien wahrscheinlich noch breiter genutzt wird, ist der Wechselunterricht. Bedeutet für die Kinder, dass sie teils im täglichen, teils im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und digitalem Lernen von Zuhause aus switchen.

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Platz 4: Corona-Fälle Rheinland Pfalz

Jeden Tag werden vom Robert-Koch-Institut (RKI) die neuen Corona-Fall-Zahlen gemeldet. In den letzten Wochen wurden dabei mehrfach traurige Rekorde gebrochen. Die Rheinland-Pfälzer informieren sich entsprechend viel über die aktuellen Zahlen in ihrem Bundesland.

Platz 3: Ausgangssperre Rheinland-Pfalz

In immer mehr Städten werden und wurden zuletzt Ausgangssperren verhängt. Zumindest im Kreis Darmstadt-Dieburg gilt diese ab Dienstag aber nicht länger. Foto: dpa
In immer mehr Städten werden und wurden zuletzt Ausgangssperren verhängt. Zumindest im Kreis Darmstadt-Dieburg gilt diese ab Dienstag aber nicht länger. (© dpa)

Ähnlich wie bei den Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie herrschte und herrscht in der Bevölkerung viel Verunsicherung wegen (drohender) Ausgangssperren. Anders als bei vielen einheitlichen Regelungen, die beim bundesweiten Lockdown gelten, entscheidet jeder Landkreis eigenständig, ob mit nächtlichen Ausgangssperren gegen das Virus gekämpft wird. Oft wird der Inzidenzwert von 200 in einer Region als Grundlage für die Ausgangssperren genommen. Da so ein großer Flickenteppich entstanden ist, informieren sich die Rheinland-Pfälzer regelmäßig über die Regelungen bei ihnen vor der Haustür.

Platz 2: Maskenpflicht Rheinland-Pfalz

Die Maskenpflicht wurde übers Jahr immer weiter ausgedehnt. Foto: dpa
Die Maskenpflicht wurde übers Jahr immer weiter ausgedehnt. (© dpa)

Seit Ende April herrscht in Rheinland-Pfalz eine Maskenpflicht. Zunächst musste man nur in Geschäften, beim Arzt oder beim Friseur einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Doch je länger die Pandemie andauerte, desto mehr wurde diese Pflicht ausgedehnt und die Masken müssen inzwischen fast ausnahmslos in der Öffentlichkeit getragen werden. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass ausgerechnet Alltagsmasken DAS Modeaccessoire 2020 werden?

Platz 1: Corona Rheinland-Pfalz

Wenig überraschend: Der absolute Spitzenreiter bei den Google-Suchanfragen in 2020 war das Schlagwort "Corona". Hat man sich zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland wohl erstmal ganz generell informiert, was denn dieses Virus überhaupt genau ist, dominierte Corona wohl schnell jede Konversation. Es bleibt zu hoffen, dass es im Jahresrückblick des kommenden Jahres eine deutlich kleinere Rolle spielt.