Mehr als nur ein Abschiedsabend

Beim Hinspiel in Aserbaidschan gab es für die Nullfünfer noch etwas zu bejubeln - den bisher einzigen Sieg in der Europa League. Archivfoto: dpa

Auf dem Papier ist der Abschiedsabend wertlos. Wenn der FSV Mainz 05 den FK Qäbälä empfängt, geht es um nichts. Weil die Nullfünfer bereits ausgeschieden sind. Und doch ist...

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. Von Julia Sloboda

Auch nach dem Ende des letzten Gruppen-Spieltags in der Europa League werden die Rheinhessen den dritten und die Aserbaidschaner den letzten Platz in der Gruppe C belegen. So weit, so endgültig.

Für das letzte internationale Heimspiel in dieser Saison sollte es dennoch um mehr gehen, als um die Verabschiedung durch irgendeine B-Elf. Denn für die Mainzer steht einiges auf dem Spiel. Da wäre zum einen die goldene Regel. Und die heißt in Mainz: Drei Niederlagen am Stück gibt es nicht. Schon in den Heimspielen gegen den FC Ingolstadt und den SC Freiburg zogen die 05er den Kopf gerade noch rechtzeitig aus der Schlinge. Gegen Qäbälä laufen die Mainzer erneut Gefahr, nach den Pleiten gegen Berlin und den FC Bayern zum dritten Mal in Folge zu verlieren. Es wäre das erste Mal unter Trainer Martin Schmidt. Umso wichtiger, dass die Mainzer an ihrer Regel festhalten.

Als Zweites steht die nächste Bundesliga-Partie auf dem Spiel. Mit einem Heimsieg gegen die Aserbaidschaner könnten sich die 05er das nötige Selbstvertrauen für das schwierige Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach holen.

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Und als Drittes – und das ist wohl das handfesteste Argument – geht es natürlich auch ums Geld. Ein Sieg würde den Mainzern noch einmal 360.000 Euro in die Kassen spülen. Eine Summe, die man natürlich nicht einfach so liegen lassen sollte. Und plötzlich ist dieser Abschiedsabend in der Opel Arena doch nicht mehr so wertlos, wie es auf dem Papier aussieht.