Urteil wegen Tankstellen-Mordes ist rechtskräftig

Der Angeklagte im Prozess um den Mord in einer Tankstelle wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Im September hatte ein 50-Jähriger einen Tankstellen-Kassierer in Idar-Obererstein erschossen. Nach dem Urteil legte der Verurteilte Revision ein, die nun zurückgenommen wurde.

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Bad Kreuznach. Das Urteil des Landgerichts Bad Kreuznach im Tankstellen-Mordprozess ist rechtskräftig geworden. Die Staatsanwaltschaft und der Verurteilte nahmen beide ihre Revision ohne nähere Begründung zurück, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte.

Am 13. September 2022 war ein 50-jähriger Deutscher wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hatte gestanden, etwa ein Jahr zuvor an einer Tankstelle in Idar-Oberstein aus Wut darüber, dass der Kassierer (20) ihm ohne Corona-Maske kein Bier verkaufen wollte, diesen erschossen zu haben.

Nach Ansicht des Gerichts waren die rechtsradikale Einstellung des 50-Jährigen und seine Feindschaft gegen den Staat die Hauptmotive für die Tat. Den Kassierer habe er als Repräsentanten für den Staat und die aus seiner Sicht verfehlte Corona-Politik gesehen. Die Schwurgerichtskammer stellte - anders als von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefordert - keine besondere Schwere der Schuld fest.