Rheinmetall: Reparatur von Leopard-Panzern dauert ein Jahr

Leopard 2

Die Bundesregierung überlegt, Panzer vom Typ Leopard 2 in die Ukraine zu schicken. Doch Kiew muss sich gedulden. Der Rüstungskonzern Rheinmetall kann nicht vor 2024 liefern.

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Berlin (dpa) - . Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat darauf hingewiesen, dass eine Lieferung von instandgesetzten Leopard-Kampfpanzern aus seinen Beständen an die Ukraine Zeit brauche.

„Selbst wenn morgen die Entscheidung fällt, dass wir unsere Leopard-Panzer nach Kiew schicken dürfen, dauert die Lieferung bis Anfang nächsten Jahres“, sagte Vorstandschef Armin Papperger der „Bild am Sonntag“.

Rheinmetall verfügt über 22 Fahrzeuge vom Leopard 2 und über 88 Exemplare des älteren Modells Leopard 1, wie die Zeitung unter Berufung auf Papperger berichtete. Der Rheinmetall-Chef sagte, die Reparatur der ausgemusterten Kampfpanzer dauere „ein knappes Jahr“. „Die Fahrzeuge werden nicht nur neu lackiert, sondern müssen für einen Kriegseinsatz umgebaut werden. Sie werden komplett auseinandergenommen und dann wieder neu aufgebaut.“ Die Panzer könne Rheinmetall nicht ohne Auftrag instandsetzen, da die Kosten bei mehreren Hundert Millionen Euro lägen. „Das kann Rheinmetall nicht vorfinanzieren“, sagte Papperger.

CSU fordert schnelles Handeln

Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion Florian Hahn wirft der Bundesregierung vor, zu langsam zu handeln. „Scholz darf jetzt nicht weiter zögern, sondern muss sowohl Leopard 1 als auch Leopard 2 auf den Weg bringen“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. „Beide Modelle können den ukrainischen Streitkräften im Kampf gegen die vornehmlich älteren russischen Panzer helfen.“