Sieben-Tage-Inzidenz in Mainz wieder über 50

aus Coronavirus-Pandemie

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Ein Mund-Nasen-Schutz. Symbolfoto: dpa

Die Coronazahlen steigen in Rheinland-Pfalz und auch in der Landeshauptstadt Mainz weiter an. Die Zahlen im Kreis Mainz-Bingen fallen vergleichsweise gering aus.

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MAINZ. Der Inzidenzwert für die Stadt Mainz hat am Sonntag erneut den Wert von 50 überschritten. Wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Mittag mitteilte, lag der Wert nun bei 53,5 Infizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Schon am Freitag war der Wert auf 50,3 geklettert, am Samstag aber auf 48,9 zurückgegangen. Von Samstag auf Sonntag wurden 13 Neuinfektionen verzeichnet.

Malu Dreyer: Es drohen weitere Schutzmechanismen

Damit droht dem Einzelhandel eine Rückkehr zum Termin-Shopping, wenn der Inzidenzwert drei Tage oberhalb der 50 liegt. Das hatte am Samstag auch noch einmal die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erläutert. „In Kommunen, in denen die Inzidenz drei Tage oberhalb der 50 liegt, müssen zusätzliche Schutzmechanismen eingebaut werden: In den meisten Geschäften wird dann nur noch ein Termin-Shopping möglich sein", sagte Dreyer. Beim Termin-Shopping gilt: Ein Kunde pro 40 Quadratmeter mit Anmeldung.

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Zuvor hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - den dritten Tag in Folge landesweit den entscheidenden Wert von 50 überschritten und lag laut dem Gesundheitsministerium bei 52,1. „Überall gibt es die gleichen Regeln, die sich nach den Inzidenzen ausrichten: unter 50 bleibt es wie es jetzt ist, über 50 greifen die zusätzlichen Sicherungsmechanismen und über 100 gilt die "Notbremse" mit einer weitergehenden Schließung des Handels und der strengen Kontaktbegrenzung auf einen Haushalt plus eine Person, sowie eine nächtliche Ausgangsbegrenzung", erinnerte Dreyer an die nach der vergangenen Bund-Länder-Schalte mit Kommunen und Einzelhandel vereinbarten Regeln.

Inzidenz im Kreis Mainz-Bingen deutlich unter dem Durchschnitt

Eine Inzidenz von mehr als 50 wiesen nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag neun Städte und Kreise auf. Diese seien nun auch von den strengeren Regeln betroffen, da sie seit mindestens drei Tagen diesen Wert überschritten hätten, teilte eine Sprecherin mit. Dazu gehören demnach: der Kreis Trier-Saarburg, der Rhein-Lahn-Kreis, Kreis Ahrweiler, die Stadt Ludwigshafen, der Westerwaldkreis, der Rhein-Pfalz-Kreis und die Kreise Neuwied, Südwestpfalz sowie Germersheim.

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Auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hatte am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung strengere Maßnahmen angekündigt, wenn die Inzidenzzahlen steigen. Dann sei es nötig, „einen Schritt zurückzugehen“.

Im Kreis Mainz-Bingen liegt die Inzidenz laut Mitteilung des Ministeriums am Sonntag bei 40,7. Am Samstag waren es 41,1. Damit liegt der Kreis deutlich unter dem rheinland-pfälzischen Durchschnitt. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag bei 56,4 und damit bereits den vierten Tag in Folge über der Schwelle von 50. Binnen eines Tages wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 345 Neuinfektionen registriert. Seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr wurden im Bundesland insgesamt 106.690 Infektionen bestätigt.