Adler Mannheim arbeiten nicht hart genug

„Wenn man keine Tore schießt, hat das Gründe“, sagt Trainer Pavel Gross nach der Pleite beim Letzten Schwenningen. Auch die Löwen Frankfurt sind auf Wiedergutmachung aus.

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VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison haben die Mannheimer Adler am Mittwochabend die Eisfläche gänzlich ohne Punkt verlassen. Besonders bitter: Es handelte sich einerseits um das Baden-Württemberg-Derby bei den Schwenninger Wild Wings, andererseits passierte es beim aktuellen Schlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga. Die Mannschaft um Kapitän Marcus Kink unterlag mit 0:4 (0:0, 0:3, 0:1). Durch die Niederlage im Schwarzwald schrumpfte der Vorsprung auf Verfolger München auf fünf Punkte.

Mannheims Cheftrainer Pavel Gross hatte zuletzt schon angemahnt, dass seine Mannschaft die kleinen Dinge vernachlässige. „Schwenningen hat das Spiel auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Sie haben viel investiert, waren aggressiver. Wenn man kein Tor schießt, hat das seine Gründe. Wir haben im Slot nicht hart genug gearbeitet, nicht genügend Schüsse abgegeben“, legte Gross gewohnt deutlich den Finger in die Wunde.

Einer, der den Abend trotzdem für immer in guter Erinnerung behalten dürfte, ist Samuel Soramies: Der 20-Jährige absolvierte seine erste DEL-Partie. „Vor dem Spiel war ich angespannt, aber ich bin gleich bei meinem ersten Wechsel gut in die Partie gekommen und habe mich wohlgefühlt. Die Jungs haben mich bestens aufgenommen. Dass es nicht zum Sieg gereicht hat, ist schade, vor allem, weil es ein Derby war. Wir haben zu wenige Scheiben aufs Tor gebracht und die nötige Aggressivität vermissen lassen“, sagte Soramies, dessen Vater die Adler-Spiele im Webradio kommentiert. Stolz postete Antti Soramies bei Facebook: „A dream comes true.“

Zeit zum Verschnaufen bleibt für die Adler kaum: An diesem Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Kurpfälzer schon wieder bei den Grizzlys Wolfsburg, am Sonntag (17 Uhr) machen dann die Eisbären Berlin in der SAP-Arena Station.

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Löwen Frankfurt reisen zum Tabellenführer

Nach einer intensiven Woche geht es für Zweitligist Löwen Frankfurt an diesem Freitag zum Topspiel zu den Ravensburg Towerstars. Die Partie beim Tabellenführer ist das einzige Spiel für die Löwen am Wochenende. Beginn in der Ravensburger Eissporthalle ist um 20 Uhr.

Den Goldhelm wird Adam Mitchell tragen: Durch sein Tor am Dienstag beim 1:4 gegen Deggendorf zog er in der internen Torschützenliste mit Matt Pistilli gleich. Die Stürmer führen diese mit jeweils zwölf Treffern an. Nicht nur die Löwen mussten am Dienstagabend eine Heimniederlage hinnehmen: Die Towerstars kassierten gegen Kassel die erste Heimpleite der Saison. Trotzdem bleibt Ravensburg das stärkste Team der Liga: Nur drei ihrer 21 Spiele haben die Towerstars verloren.