Adler Mannheim sind in Iserlohn mal wieder zu disziplinlos

Die Quittung folgt auf dem Fuß: 3:6-Niederlage beim Drittletzten. Jetzt steht der Doppelpack gegen die Bremerhaven Fischtown Pinguins an.

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MANNHEIM. Die Mannheimer Adler wurden auf der eigenen Eisfläche am Mittwochabend kalt erwischt, verloren in der Deutschen Eishockey-Liga gegen die Iserlohn Roosters mit 3:6 (2:2, 1:1, 3:0). Für den aktuellen Tabellenvierten geht es nun aber Schlag auf Schlag. Schon am Freitag erwarten die Adler die Bremerhaven Fischtown Pinguins. Am Sonntag treten die Mannheimer ab 14 Uhr bei den Norddeutschen zum Quasi-Rückspiel an.

Adler-Trainer Pavel Gross war nach der Niederlage beim Drittletzten angefressen. Vor allem der Auftritt im Schlussdrittel seiner Mannschaft fand der Tscheche gar nicht gut: „Zwei Drittel war es ein gutes, ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Doch dann passiert das, was mir überhaupt nicht gefällt: Wir kassieren, entweder aus Frust oder weil wir die Nerven verlieren, eine unnötige Strafzeit nach der anderen. Iserlohn ist einer der besten Überzahlmannschaften, es war also klar, dass die so etwas nutzen.“ Und der Torschütze zum 1:1, Markus Hännikäinen, forderte: „Wir müssen disziplinierten auftreten, besser spielen. Wir saßen zum Ende hin eindeutig zu oft auf der Strafbank.“

Die Roosters legten am Mittwoch zunächst dreimal einen Treffer vor. Die Adler konnten zunächst immer wieder kontern. Im Schlussdrittel gelang Brent Aubin die Iserlohner 4:3-Führung (42.). Offensiv fiel den Adlern wenig ein. Stattdessen kassierten sie drei Strafzeiten hintereinander. Die Gäste nahmen die Einladung dankend an: Caisey Bailey überwand Adler-Goalie Brückmann in Überzahl zum 5:3 (53.), Nicholas Schilkey erzielte kurz vor Schluss noch das 6:3. Gros: „Wir müssen lernen, dass wir als Mannschaft spielen, für Disziplinlosigkeit ist kein Platz.“

Gegen die Fischtown Pinguins wollen die Adler wieder auf die Erfolgsspur zurück. Verteidiger Korbinian Holzer wird wohl noch verletzt ausfallen. Dafür David Wolf, der in Iserlohn krank fehlte, wieder auflaufen. Ende November hatten die Mannheimer in Bremerhaven mit 3:4 den Kürzeren gezogen, zuvor das Heimspiel 1:0 gewonnen.

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Tore: 1:0 Jentzsch (11:18), 1:1 Hännikäinen (12:19), 2:1 Whitney (13:28), 2:2 Dawes (19:17), 3:2 Jentzsch (23:15), 3:3 Akdag (30:57), 4:3 Aubin (41:42), 5:3 Bailey (52:45), 6:3 Schilkey (59:45). – Schiedsrichter: Iwert/Wilk (Harsefeld/USA). – Zuschauer: 2961. – Strafminuten: 4:12.