Eintracht Frankfurt: Niko Kovac will gegen Schalke Heimbilanz...

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Hält die Eintracht-Defensive zusammen: Kapitän David Abraham (rechts, hier im Zweikampf mit Bayerns Thomas Müller) hat sich unter der Woche gegen den Hamburger SV an der Wade verletzt. Im Spiel gegen Schalke 04 ist er aber vermutlich bereits wieder einsatzbereit. Foto: dpa  Foto: dpa

Die Punkteausbeute von Eintracht Frankfurt ist ungleichmäßig verteilt. In fremden Stadien hat das Team von Niko Kovac aus neun Spielen bereits 18 Zähler geholt und liegt...

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FRANKFURT. Die Punkteausbeute von Eintracht Frankfurt ist ungleichmäßig verteilt. In fremden Stadien hat das Team von Niko Kovac aus neun Spielen bereits 18 Zähler geholt und liegt damit an der Spitze der Auswärtstabelle. In Heimspielen hat der hessische Fußball-Bundesligist dagegen in sieben Spielen erst sieben Punkte eingefahren. Allerdings waren auch schon Bayer Leverkusen, Bayern München und Borussia Dortmund zu Gast. „Das ist keine Laufkundschaft“, sagt Eintracht-Trainer Niko Kovac. Dennoch: „Wir tun uns auswärts leichter, weil der Gegner kommen muss.“

Spielweisen der Teams ähneln sich

Am Samstag (15.30 Uhr) schlägt nun mit dem FC Schalke 04 erneut eine Topmannschaft in Frankfurt auf. Der derzeitige Tabellenzweite ist seit zehn Ligaspielen ungeschlagen. Dennoch geht das Kovac-Team die Aufgabe selbstbewusst an. „Mit der guten Stimmung im Umfeld und innerhalb der Mannschaft haben wir alle Chancen zu gewinnen.“ Es wäre der 600. Sieg der Eintracht in der Bundesligageschichte. Auf dem Weg dahin erwartet Kovac ein enges, ausgeglichenes Spiel. Denn: „Schalke ähnelt uns von der Spielweise.“ Abgesehen von der Taktik hat die Eintracht in der Saison immer wieder mit guter Physis und mentaler Stärke überzeugt. Konnte auswärts zuletzt in Berlin und Hamburg jeweils 0:1-Rückstände in 2:1-Siege umbiegen.

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Sein Team könne körperlich immer zulegen, sagt Kovac. Zudem lebe das Trainerteam eine gewisse Einstellung vor. „Man kann nur das einfordern, was man selbst bringt. Das Team hat momentan den Glauben, an sich selbst, an den Mitspieler und an ein gutes Ergebnis.“ Dazu hat Kovac zuletzt rotiert. Und dafür gesorgt, dass frische Spieler auf dem Platz standen. Nicht unwahrscheinlich, dass sich auch gegen Schalke die Startelf auf mehreren Positionen verändert. So dürften Linksverteidiger Jetro Willems, Kevin Prince Boateng und Sebastien Haller in die erste Elf zurückkehren. Auch wenn Kovac vor allem für Haller-Ersatz Luka Jovic viele lobende Worte übrig hatte. „Ich war in Hamburg mit ihm sehr zufrieden.“ Auch wenn der Serbe einige Chancen liegen ließ. „Die“, sagt der 46-Jährige, „macht er im Training blind. Aber im Spiel ist es nun mal etwas anderes.“

Ist Chandler dabei oder wird er für den Pokal geschont?

Gerne bringen würde Kovac dagegen David Abraham, der gegen den HSV aufgrund einer Wadenverletzung früh runter musste. Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Auch wenn Kovac positive Signale gibt. Zwar habe der Kapitän erst am Freitag wieder trainiert und sei am Samstag mit Sicherheit noch nicht schmerzfrei, aber: „Ich gehe davon aus, dass er seinen Mann stehen wird.“

Spannend ist auch die Frage, ob Timothy Chandler – der in Hamburg eine starke Rückkehr feierte – schon einen weiteren Einsatz erhält. Oder für das Pokalspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) in Heidenheim geschont wird. Sollte Chandler spielen, würde er es auf seiner Seite vermutlich mit Bastian Oczipka zu tun bekommen. Seinem, laut Kovac, besten Freund aus Frankfurter Tagen. „Da“, sagt der Eintracht-Trainer mit einem Lachen, „müsste man aufpassen, dass nicht zu viel gekuschelt wird.“