"Kein Pakt mit den Ultras" - Neuer Mainz...

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Johannes Kaluza. Foto: Sascha Kopp

Zwei Tage nach seiner Wahl zum Vorstandsvorsitzenden des 1. FSV Mainz 05 hat Johannes Kaluza im Interview mit dieser Zeitung betont, keinen Pakt mit den Ultras geschlossen zu...

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MAINZ. Zwei Tage nach seiner Wahl zum Vorstandsvorsitzenden des 1. FSV Mainz 05 hat Johannes Kaluza im Interview mit dieser Zeitung betont, keinen Pakt mit den Ultras geschlossen zu haben. Er habe ihnen lediglich sein Wahlprogramm vorgestellt.

"Ich bin weder den Ultras beigetreten, noch habe ich ihnen irgendetwas versprochen. Ich möchte gerne der Vorstandsvorsitzende des gesamten Vereins sein", sagte der 62-Jährige. Zudem sprach sich Kaluza deutlich gegen Pyrotechnik aus. "Im Verein gilt natürlich: Pyrotechnik ist nicht erlaubt. Und das ist auch meine Position." Trotzdem müsse man mit den Fangruppen diskutieren und an einer gemeinsamen Lösung des “hochkomplexen Problems” arbeiten.

"Möchte Diskussion anstoßen, die in die Tiefe geht"

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Der neue 05-Boss unterstrich seine Forderung, gegen den übermäßigen Kommerz im Fußball anzugehen. "Ich suche den Dialog mit den anderen Traditionsvereinen. Unter den Bundesligisten und Zweitligisten gibt es sicherlich genug Klubs, die unter ähnlichen Mechanismen leiden wie wir. Es gibt bisher nur eine Beschreibung, dass es Marktmechanismen gibt, die wir alle nicht mögen, es gibt aber keine Analyse, warum es so läuft. Ich möchte mit meinen Kollegen eine Diskussion anstoßen, die in die Tiefe geht. Daran müssen wir auch die Fans beteiligen, eine Diskussion unter Funktionären reicht nicht aus."

Kaluza warb dafür, ihm und der neuen Vereinsführung 100 Tage Zeit zu geben, um sich einzuarbeiten und erste Ideen umzusetzen. Man solle nicht gleich in alles etwas Negatives hineininterpretieren. "Das wäre ein großer Wunsch der gesamten Geschäftsleitung und sicher auch von den Aufsichtsräten."

Warum seine Wahl für Kaluza überraschend kam, wie er sein Amt interpretiert, und was seine ersten Schritte sind, lesen Sie in der Mittwochausgabe Ihrer Zeitung sowie online hier auf dem Webauftritt.