Sportvorstand Rouven Schröder appelliert für die letzten...

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Sportvorstand Rouven Schröder. Archivfoto: Torsten Boor  Foto: Boor

Mit vergrößerten Personalsorgen und einem Appell von Sportvorstand Rouven Schröder an die eigenen Fans im Rücken gehen die Fußballer des FSV Mainz 05 in das...

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MAINZ. Mit vergrößerten Personalsorgen und einem Appell von Sportvorstand Rouven Schröder an die eigenen Fans im Rücken gehen die Fußballer des FSV Mainz 05 in das Bundesliga-Spiel am Samstag um 15.30 Uhr beim SV Werder Bremen. „Es gilt für uns, mit der kompletten Zuversicht reinzugehen, dass wir in Bremen gewinnen. Und natürlich ist ein Sieg dort wichtig, aber das ist unabhängig von der Tabellenkonstellation der Fall“, sagt 05-Trainer Sandro Schwarz. Die Mainzer reisen zum Hinrundenabschluss als Tabellen-15. zu den Hanseaten, die als Tabellen-17. nur zwei Punkte hinter den Rheinhessen liegen.

Allerdings muss Schwarz in dieser Partie neben den Langzeitverletzten René Adler und Karim Onisiwo auch auf Stefan Bell, Jean-Philippe Gbamin und Philipp Klement verzichten. Innenverteidiger Bell laboriert weiter an einer Virus-Erkrankung. Der in den vergangenen Spielen so überzeugende Defensivspieler Gbamin hat sich am Dienstag bei der 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund eine Zerrung zugezogen. Es besteht eine kleine Chance, dass Gbamin zumindest im Pokalspiel am Dienstag gegen den VfB Stuttgart wieder dabei ist. Mittelfeldspieler Klement hat eine Knöchelverletzung. Fraglich für Samstag sind die angeschlagenen Levin Öztunali und Yoshinori Muto sowie der erkrankte Suat Serdar.

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100-prozentige Unterstützung wird vermisst

Für die beiden letzten Spiele dieses Kalenderjahres gegen Bremen und im Pokal gegen Stuttgart richtete Sportvorstand Rouven Schröder einen Appell an die Fans. Der 42-Jährige vermisste zuletzt im Spiel gegen Borussia Dortmund (0:2) eine 100-prozentige Unterstützung von den Rängen. „Ich glaube, dass wir die Situation grundsätzlich positiver angehen müssen. Auch bezogen auf das letzte Heimspiel. Da hat mir das ein oder andere überhaupt nicht gefallen in meiner Wahrnehmung“, erklärte Schröder. Bis zum Schlusspfiff, wünscht er sich, sollen die Fans komplett hinter der Mannschaft stehen. „Und danach kann man sich dann zu gewissen Dingen äußern. Aber so mittendrin so eine latente Unzufriedenheit... Ich bin der erste, der Kritik äußert, wenn die Jungs nicht alles geben. Aber gegen Dortmund haben sie wirklich alles rausgehauen. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Schröder und blickte auch schon auf die nächste Partien voraus: „Am Dienstag muss es richtig knallen. Und in Richtung des Spiels in Bremen: 500 Fans kommen mit. Da sind wir zurecht stolz drauf, dass so viele uns unterstützen und Mainz 05 leben. Und genau diese Leute brauchen wir, die alles für Mainz 05 geben. Denn nur gemeinsam können wir in dieser Liga bleiben. Es hat uns doch immer ausgezeichnet, dass wir ein Gespür dafür entwickelt haben, wie die Situation in der Mannschaft, in der Spielsituation ist. Wir müssen also wieder dahin kommen, dass die Spieler wissen: Pass auf, 90 Minuten brennt es im heimischen Stadion. Und danach können wir darüber sprechen, was gut war oder schlecht. Es geht einfach darum, die Antenne zu richten, wie es bei Mainz so war, dass der Gegner gespürt hat: Mein lieber Scholli, hier kann passieren was will, und der nächste Angriff läuft trotzdem wieder. Es geht einfach darum aus dieser Lethargie ein bisschen rauszukommen“, beendete er seinen Appell.

Auch Schwarz schloss sich diesem an. Ihn nerven vor allem die Fragen zu freibleibenden Plätzen im Stadion „Wie oft ich dieses Thema höre – das Stadion ist halbleer oder nicht ausverkauft. Ich kenne das so nicht, dieses Gefühl, dass wir in Mainz durch die Stadt gelaufen sind und du denkst: Alle sind unzufrieden, weil sie sagen das Stadion ist halbleer, der Weg da draußen zu weit und was weiß ich was. Das gab es selbst in der Zeit nicht, in der ich selbst hier gekickt habe, und es war Zweite Liga und wir haben einen Schrott gespielt. Das kann ich nicht mehr hören. Wir sind Mainz 05. Jetzt gilt es. Und wenn 12000 da sind, dann bitte, aber dann veranstalten die eine grandiose Stimmung wie wenn 50000 da sind und noch vor der Arena stehen. Darum geht es und nicht um Enttäuschung hier und Enttäuschung da.“