Hohe Ziele im Hockey: Aufstieg und WM-Titel

Beide Teams des TEC Darmstadt wollen in der Hallen-Oberliga ganz vorne sein und bestreiten am Wochenende Heimspiele. Torwart Jean Danneberg empfiehlt sich in Argentinien für WM...

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DARMSTADT. Für die Hockeyspieler des TEC Darmstadt geht es in der Halle weiter. Die Frauen haben bereits ihr erstes Spiel klar gewonnen, für die Männer geht es am Samstag (13 Uhr, BSZ-Halle) mit dem Heimspiel gegen den VfL Marburg los. Beide Mannschaften treten in der hessischen Oberliga an, beide haben das klare Ziel: Aufstieg. Wozu auch die jeweilige Tabellenführung nach der ersten Hälfte der Feldrunde das nötige Selbstbewusstsein gibt.

"Die Mannschaft gehört einfach nicht in die Oberliga", hatte Hanno Helming schon nach dem letzten Spiel im Freien mit Blick auf die Feldrunde gesagt. Er selbst hat den freien Fall aus der Zweiten Bundesliga als Spieler und Spielertrainer hautnah miterlebt und startet jetzt in seine letzte Etappe beim TEC, bevor er am Jahresende beruflich ins Allgäu zieht.

Darmstädter Nationaltorwart empfiehlt sich in Argentinien

Ebenfalls nicht mehr dabei sein wird Jean Danneberg, dessen Gastspiel bei seinem Heimatverein nach der Freistellung beim Mannheimer HC aber ohnehin befristet war. Denn jetzt ist die Weltmeisterschaft das große Ziel des Nationaltorhüters, der deswegen auch keine Hallensaison für seinen neuen Verein RW Köln spielen wird. Der 20-Jährige flog diese Woche mit dem DHB-Team ins Trainingslager nach Südafrika, wo der Kader für die WM im Januar in Indien nominiert wird. Nach einer Woche Pause folgt noch ein Vorbereitungsturnier in Cadiz. "Dann kommt eine kurze Weihnachtszeit und am 6. Januar sitzen wir im Flieger nach Dehli und kommen hoffentlich als Weltmeister am 1. Februar wieder zurück", erklärt Danneberg, der sich zuletzt mit starken Leistungen beim Pro-League-Auftakt in Argentinien empfahl. Dass die DHB-Auswahl in vier Partien gegen die bekanntermaßen heimstarken und in Mendoza von bis zu 6500 Zuschauern lautstark unterstützten Gastgeber sowie gegen Olympiasieger Belgien acht Punkte verbuchen konnten, war auch sein Verdienst. Danneberg hielt beim abschließenden 3:0-Sieg gegen Argentinien in den zweiten 30 Minuten seinen Kasten sauber, nachdem er dem Heimteam im Spiel zuvor bereits mit zwei abgewehrten Penalties den Nerv geraubt und den 4:3-Erfolg gesichert hatte. Ein wahrlich hochkarätiges Geschenk, das er sich da selbst zu seinem 20. Geburtstag gemacht hatte.

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"Das war ein mega-wichtiges Event für uns. Nicht nur weil wir drei von vier Spielen gewonnen haben, sondern weil wir auch teamintern weitere große Schritte in Richtung Weltmeisterschaft gemacht haben", erklärt Danneberg, der sich im hockey-verrückten Argentinien wie ein Fußballstar fühlte. Weil die Nationalspieler fehlen, erwartet er in der Bundesliga "einen starken Umbruch in der Hallensaison. Normale Favoriten spielen vielleicht gegen den Abstieg oder anders herum". Zurück in Darmstadt: Hier wollen die Frauen seines Heimatvereins nicht gegen den Abstieg, sondern um den Aufstieg spielen. "Es hat Spaß gemacht, die gute Entwicklung innerhalb des Spiels zu sehen, daran wollen wir in Zukunft anknüpfen", sagte TEC-Kapitänin Vanessa Thomé nach dem 8:3-Sieg in Marburg, zu dem sie selbst einen Treffer beisteuerte. Die weiteren Tore erzielten Jana Wöhlert, Matilda Eboe, Jule Kowik und die viermal erfolgreiche Eva-Maria Tretin. Nach dem gelungenen Start geht es mit einem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, BSZ-Halle) gegen den Wiesbadener THC II weiter.