Moret-Triathlon verlässt Altheimer Sportzentrum

Der Hardt-See bei Babenhausen wird beim 37. Moret-Triathlon zum zentralen Schauplatz, an dem nun auch der zweite Wechsel und vor allem der Zieleinlauf zu sehen sein werden. Foto: Thomas Zöller

Beim Moret-Triathlon wird es nur noch eine Wechselzone geben. Der VfL Münster konzentriert das Geschehen seines Klassikers auf den Hardt-See bei Babenhausen.

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MÜNSTER. Novum bei der 37. Auflage des Moret-Triathlons des VfL Münster: Wenn der Verein den Klassiker am 21. Juni das nächste Mal veranstaltet, wird es erstmals nur eine Wechselzone geben. Dies wird möglich, weil der VfL seine bisherige Laufstrecke am Altheimer Sportzentrum, den dortigen Wechsel vom Rad in die Laufschuhe und auch die Eventfläche samt Zieleinlauf aufgibt und an den Hardt-See westlich von Babenhausen verlegt.

Im und am Hardt-See erfolgten bisher nur das Schwimmen und der erste Wechsel aufs Rad. Mit dem Rad – 2019 gab es erstmals die neue Strecke auf der Bundesstraße 26 – ging es bisher nach mehreren Runden zum Altheimer Sportzentrum. Dort wechselten die Athleten zum Laufen und rannten in Feld und Wald.

In diesem Jahr ändert sich das. Geschwommen wird weiterhin im Hardt-See („Sickenhöfer See“). Von dort geht es auch wieder auf die Radstrecke, deren Verlauf sich nur leicht verändert. Die zweite Wechselzone ist dann aber wieder am Ufer des Hardt-Sees. Die Laufstrecke wird wieder ein Fünf-Kilometer-Kurs sein, der nun zwischen See und den Babenhäuser Stadtteilen Langstadt und Harpertshausen verläuft.

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Rennleiter und Zweiter VfL-Vorsitzender Andreas Kropp erläutert mehrere Vorteile der Zäsur. Der neue Moret-Triathlon sei „zuschauer- und familienfreundlicher, ein Wettkampf der kurzen Wege. Alle drei Teildisziplinen führen immer wieder an den See und auf dessen Halbinsel mit der Wechselzone. Dort ist dann der ideale Ort, um das Renngeschehen zu verfolgen.“

Weitere Aspekte, die den VfL Münster zu seiner Entscheidung bewogen hätten, seien, dass man weniger Transportfahrten und weniger Helfer beim Auf- und Abbau benötige. Die zwei Standorte und zwei Wechselzonen hatten den Verein stets vor logistische Herausforderungen gestellt. Zudem verkürzt sich die Radstrecke so, dass man nicht mehr in den vierspurigen Bereich der B26 hineinkomme, sondern die Radstrecke auf den zweispurigen Bereich zwischen Babenhausen und dem „Dieburger Dreieck“ (Firma Fiege) konzentrieren könne. Auch auf die Transportbeutel für die Neoprenanzüge könne nun verzichtet werden. Was Kropp unter dem ökologischen Gesichtspunkt ebenso positiv findet wie den erstmaligen Verzicht auf Einwegbesteck auf der Eventfläche.

Auch am Programm tut sich wieder etwas. Nach der Hinzunahme der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 Kilometer Laufen) im Vorjahr – zuvor konnten Einzelstarter nur die anspruchsvolle Halbdistanz (2/80/21,1) bewältigen – bekommen jetzt auch Triathlon-Einsteiger die Gelegenheit zum Mitmachen. Die neue Sprintdistanz wird aus 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen bestehen. Somit gibt es beim 37. Moret-Triathlon – die ersten Wettkämpfe führten einst von der Grube Prinz von Hessen über die „Moret“, den Mainzer Berg westlich von Dieburg – drei Distanzen.

Auf der Olympischen Distanz starten auch die Athleten der 3. bis 5. Hessenliga. Zudem macht der HTV-Cup der Nachwuchstriathleten Station in Babenhausen. Die Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren gehen auf die Sprint-Distanz, die bei Breitensportlern auch ein wenig die Lücke füllt, die die Absage des „10 Freunde Team Triathlons“ in Dieburg hinterlässt (siehe Infokasten).